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Plenumsberichte


18. PUMa-Plenum – 29. August 2007

Vier Jahre PUMa, 280 Teilnehmer und nun schon das 18. Plenum: Die Plattform für Unternehmensmarktforscher PUMa ist eine feste Größe in der MaFo-Landschaft.

Wie immer gut gelaunt und interessiert trafen sich gute 30 PUMas bei planung & analyse. Zunächst wurden Informationen allgemeiner Art ausgetauscht, so unter anderem die jüngsten Fusionen und Ko-operationen in der Branche, p&a konnte hier Hintergrundinfos liefern.



Kurz angesprochen wurden die Überlegungen zu Regionaltreffen. Das erste ist bereits durchgeführt, lesen Sie hier auch den Bericht von Jens Siegfried. PUMas überlegen, ob sie sich nicht auch zu Firmen-besuchen einladen können, so dass man etwas mehr vom jeweiligen Unternehmen, den Aufgaben und Fragestellungen des dortigen PUMas erfahren kann. Bei der Süddeutschen Zeitung, Andrea Krieger erzählte davon, wurde dies bereits gemacht, die Firma Sennheiser bietet eine solche Vorstellung im Rahmen der von FAZ und Wirtschaftsministerium gegründeten Initiative TOP an. Klaus Rosenthal von Krombacher erzählte dazu seine Erfahrungen mit Studenten: Er bietet im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Uni auch den Besuch der Krombacher-Brauerei an, plötzlich hatte es hundert Anmeldungen für das Seminar gegeben. Er hat dann eingeführt, dass es für jede Seminarstunde einen Stempel für Anwesenheit gibt und dass nur die in die Brauerei mit dürfen, die auch alle erforderlichen Stempel gesammelt haben – jede Sitzung anwesend, ohne Ausnahme.

Nach dem Austausch von allgemeinen Infos ging’s wieder an die ausführliche Vorstellungsrunde. Das ist immer sehr spannend für alle und auch immer wieder interessant zu hören, wie jemand als In-genieurin quasi nebenbei Marktforschung macht. Von einigen zu hören war, dass ein großer Teil der Arbeit dazu genutzt werden muss, lauter dezentrale Mafo-Aktivitäten zu koordinieren bzw. einen Überblick zu behalten, wo was wann pas-siert, weil hier offensichtlich viele Köche im MaFo-Brei rühren. Ein PUMa erzählte, dass man sich bei einer weltweiten Kundenbefragung über die sehr geringen Rücklaufquoten wunderte, auf Nachfrage kam heraus, dass ein Teil der Studie bereits vier Wochen vorher durch die lokale Mafo durchgeführt worden war.
Danach stellte Andrea Krieger, Süddeutsche Zeitung, die sogenannten großen Verbraucheranalysen vor. Außerhalb der Mediaforschung sind diese großen Studien nur den wenigsten PUMas bekannt. Markt-Media-Studien müssen sich an das ZAW-Rahmenschema halten – Bedingungen, die eingehalten werden müssen, damit die Ergebnisse nicht anfechtbar sind und damit vergleichende Werbung möglich ist. Das bedeutet genaue Vorga-be von Netto-Interviews, Definition der Grundgesamtheit und Stichprobenziehung.

Die PUMas staunten nicht schlecht, als sie hörten, welche großen Fallzahlen und umfangreichen Fragekatalogen hinter diesen Studien liegen. Auf eine ausführliche Beschreibung muss hier leider aus Platzgründen verzichtet werden. Wer sich dafür interessiert, möge sich bitte an die Redaktion von p&a wenden. Die Präsentation führte zu einer sehr lebhaften Diskussion über die Qualität von Untersuchungen im Allgemeinen, über die richtige Stichprobenziehung und die Darstellung in den Medien bzw. die Verwendung der Studien durch die Politik. Hier gäbe es doch viele Ungereimtheiten, so würden beispielsweise nur als Haushalt mit Kin-dern gelten, wer Kinder unter 18 Jahren im Haushalt habe, altersmäßige Ober- oder Untergrenzen - gleich welcher Art - werden willkürlich und realitätsfremd gezogen.

Im weiteren wurden ganz unterschiedliche Einzelfragen diskutiert, das ging von der ganz praktischen Frage wie lange man Fragebögen aufbewahren müsse bis zur brisanten Frage, wie man eine persönliche Präsentation beim Vorstand erreichen könne und nicht vom Marketing abgebügelt wird. Wie immer profitieren die Teilnehmer von der Erfahrung der anderen. Das nächste und letzte Plenum in diesem Jahr ist am 14. November, Interessierte sollten sich den Termin vormerken.

Wenn Sie festangestellter, betrieblicher Marktforscher sind und sich für PUMa interessieren, so melden Sie sich bei redaktion@planung-analyse.de

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