ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Plenumsberichte


28. PUMa-Plenum – 4. Mai 2011

Das 28. PUMa-Plenum im Wonnemonat Mai stand ganz im Zeichen der Organisation von Marktforschungsstudien und Prozessabläufen. Rund 30 Mitglieder der Plattform Unternehmens-Marktforscher waren nach Frankfurt gekommen, um sich untereinander über Best Practices in ihren Firmen zu informieren und auszutauschen.
 

 
Den detaillierten Bericht vom 28. PUMa-Plenum finden Sie in planung & analyse Heft 3/11 vom 14.6.2011.
 
Zeitdruck steigt!
Bereits die traditionelle Vorstellungsrunde machte es deutlich: Eine zentrale Anforderung an die Marktforschung ist der Anspruch immer kürzerer Projektlaufzeiten durch interne Auftraggeber. Entsprechend sind viele PUMas auf der Suche nach Ansätzen, die ihnen in Studienkonzeption, Feldzeit oder auch Auswertung Zeit einsparen können.
 
Qualitativ online forschen
Das Generieren von Consumer Insights ist für Dr. Christiane Quaas eine zentrale Aufgabe in ihrem Unternehmen. Die besondere Herausforderung dabei ist aus ihrer Sicht, auf wirklich neue Insights zu stoßen. Mit qualitativen Online-Foren ist dies gelungen. Insbesondere die Anonymität des Studiendesigns hat entscheidend zur Ergebnisqualität beigetragen, da die Teilnehmer im unpersönlichen virtuellen Raum offener waren und eher bereit, Probleme einzugestehen und ihren Umgang damit zu schildern. Die Methodik eröffnet zudem die Möglichkeit, forscherische Breite und Tiefe miteinander zu kombinieren, was bei qualitativer offline Forschung kaum möglich ist.
 
Den Research-Flow organisieren
Viele betriebliche Marktforscher stehen vor der Herausforderung, den Forschungsablauf in ihren Unternehmen in geregelte Bahnen zu bringen und zeiteffizient zu organisieren. Die Definition eines Research Funnels mit bestimmten Projektstufen, die im Rahmen des Innovationsprozesses durchlaufen werden sollten, ist dabei hilfreich. Sabine Henjes stellte vor, wie sie diesen Research Funnel bei sich in der Firma aufgebaut und gestaltet hat. Sie stand vor der Herausforderung, einerseits systematische Marktforschung als elementaren Bestandteil des Innovationsprozesses zu etablieren, andererseits aber auch im Rahmen der Ressourcen abwickeln zu können. Durch die Entwicklung eines Prozessablaufes, in dem die einzelnen Projektstufen eindeutig definiert und mit Forschungstools unterfüttert sind, lässt sich das realisieren.
 
Neue Forschungsfragen angehen
Ebenfalls über Projektorganisation berichtete Jutta Wiedenfeld. Im Rahmen der von ihrer Abteilung durchgeführten globalen Data Privacy Studie stand sie mit ihrem Team zunächst vor einigen Herausforderungen: Über das Thema war bisher im Unternehmen kaum etwas bekannt. Ein erster Desk Research klärte schnell, dass es auch generell so gut wie keine Informationen zur Fragestellung gab. Das Studiendesign musste also so konzipiert werden, dass es sich ohne Vorwissen möglichst effizient den Kernproblematiken des Themenfeldes nähert. Um dies zu erreichen, wurde ein Online Bulletin Board mit einer Laufzeit von zwei Tagen aufgesetzt, das sehr kontinuierlich moderiert wurde. Der Vorteil lag dabei darin, dass mit sehr offenen Fragen gestartet werden konnte und bereits die erste Antwortrunde wichtige Eingrenzungen des Themenfeldes lieferte. Zentral für den Erfolg der Studie sei auf jeden Fall gewesen, die Rohmaterialien selbst zu sichten.
 
Interne Kompetenz nutzen
Noch einmal um die Organisation interner Abläufe ging es auch im Erfahrungsbericht von Julia Weisser. Sie stellte den so genannten Online Product Designer vor, der bei ihr in der Firma entwickelt wurde, um Vertrieb und Außendienst systematisch in der frühsten Innovationsphase im B2B-Bereich einzubinden. Ausgangspunkt war, dass zur ersten Abschätzung von Marktpotenzialen das Produktmanagement in den lokalen Märkten zu den Erfolgsaussichten von potenziellen Innovationen anfragt, allerdings individuell und unkoordiniert. Um den lokalen Marktmanagern die Arbeit zu erleichtern, wurde ein standardisiertes und sehr bedienungsfreundliches Online-Tool entwickelt, mit dem die gewünschten Einschätzungen und Kennzahlen erfasst werden. Die selbsterklärende Eingabemaske sowie einfach zu handhabende Drag-und-Drop Elemente führen zu einer hohen Akzeptanz dieses internen Werkzeugs und binden die Marktforschung frühzeitig systematisch in den Innovationsprozess ein.
 
Inspiriert und mit vielen Anregungen verabschiedeten sich die PUMas bis zum nächsten Plenum, das am Donnerstag, 1. September 2011, in Frankfurt stattfindet.
 

Sie sind betrieblicher Marktforscher und wollen sich mit anderen Unternehmens-Marktforschern austauschen? Werden Sie PUMa! Melden Sie sich einfach per E-Mail an: redaktion@planung-analyse.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email