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Branche


Burda schließt IMUK

© Peter Smola / pixelio.de 

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Nach nur anderthalb Jahren wickelt Hubert Burda Media sein Institut für Medien- und Konsumentenforschung (IMUK) wieder ab. In diesem Zusammenhang verlässt auch IMUK-Geschäftsführer Frank-Michael Müller das Verlagshaus nach 13 Jahren. Insgesamt neun Arbeitsplätze werden gestrichen. Dies teilte Burda am Donnerstagmittag mit.
 
Müller übernahm im Oktober 2010 die Geschäftsführung des neu gegründeten Burda-eigenen IMUK. Er und sein Institut betreuten Burdas Markt-Media-Großstudien „Typologie der Wünsche" (TdW) und „Communication Networks" (CN). Ein weiteres strategisches Ziel war es, mit dem IMUK die Print-Marktforschung insgesamt nach vorne bringen - auch und vor allem durch Beteiligung anderer Verlage und neue Allianzen.
 
Diese neuen Allianzen gibt es jetzt - aber nun ohne das IMUK: Im Herbst 2011 haben Axel Springer, Bauer Media Group, Burda und Gruner + Jahr bekanntlich beschlossen, in einer neuen großen gemeinsamen gattungsgetriebenen Markt-Media-Untersuchung („Best 4 Planning") die TdW und die bisher von Bauer und Springer herausgegebene Verbraucher-Analyse (VA) zusammenzuführen. Ziel: Größere Schlagkraft, weniger Kosten. TdW und VA werden 2012 das letzte Mal erscheinen; die CN-Studie ging zuvor in der TdW auf. Im Herbst 2013 soll „Best 4 Planning" das erste Mal erscheinen.
 
Die Aufträge an die Marktforschungsinstitute sollten ausgeschrieben werden. Das IMUK kam hier offensichtlich nicht zum Zuge. „Um die Neutralität der Studie zu gewährleisten, haben die vier Verlage entschieden, dass die neue Gemeinschaftsstudie von einem unabhängigen Institut koordiniert werden muss, das zu den beiden bisherigen Großstudien in einem weitgehend neutralen Verhältnis steht", teilt Burda nun mit. Damit verliert das IMUK seine zentralen Aufgaben und stellt seinen Betrieb zum 1. März 2012 ein, so der Verlag.
 
Die interne Marktforschungseinheit von Burda unter der Geschäftsführung von Gregor Vogelsang sei nicht betroffen. Diese übernimmt ab sofort alle Geschäftsbeziehungen des IMUK. Burda bemühe sich, „den frei gesetzten Kolleginnen Weiterbeschäftigungslösungen innerhalb des Konzerns anbieten zu können".
Quelle: Horizont.net

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