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Branche


Comscore drückt Gewinne von WPP

Der WPP-Konzern, Mutter des Marktforschers Kantar, hat seine Halbjahreszahlen vorgelegt. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn hingegen musste die Werbe- und Medienholding Federn lassen. Abschreibungen auf die Online-Marktforschungsfirma Comescore sind der Grund.

Martin Sorrell, CEO von WPP 

 Martin Sorrell, CEO von WPP

Der Gesamtumsatz des Unternehmens konnte um 4,3 Prozent (like-for-like) zulegen, zusätzliche 4,6 Prozent konnten durch Zukäufe umgesetzt werden. Damit liegt der Halbjahresumsatz bei 6,6 Milliarden Pfund (8,4 Milliarden Euro). Der Gewinn lag bei 425 Millionen Pfund. Das waren 40 Prozent weniger als im Vorjahr.

Grund für diesen Einbruch sind außergewöhnliche Abschreibungen in Höhe von 122 Millionen Pfund aus der Beteiligung des Marktforschers Comscore. Comscore bezeichnet sich selbst als führenden Anbieter für Digital Media Analytics. WPP hatte sich an dem Unternehmen Anfang 2015 mit 15 Prozent beteiligt. Für diesen Anteil wurden laut der Fachzeitschrift 'Advertising Age' 300 Millionen US-Dollar bezahlt.

Wie es zu diesen Verlusten bei Comscore kommen konnte, ist WPP offensichtlich auch nicht ganz klar. Aufgrund interner Ermittlungen, hat Comscore seit der Teil-Übernahme durch WPP keinen Geschäftsbericht veröffentlicht. "Nach Ankündigungen der internen Untersuchung fiel der Marktwert von Comscore unter den Buchwert", schreibt WPP in einer Mitteilung. WPP begrüße in dem Zusammenhang den jüngsten Managementwechsel beim Unternehmen Comscore. Gründer Gian Fulgoni hatte sich bereits in den Aufsichtsrat zurückgezogen und wurde Mitte August wieder zum CEO ernannt.

Insgesamt konnte sich die Sparte Data Investment Management, die unter anderem die Geschäfte von Kantar sowie TNS Infratest, Millward Brown, Added Value enthält, behaupten. Der Umsatz liegt für das Halbjahr bei 652 Millionen Pfund. Auf vergleichbarer Geschäftsbasis war dies gleich auf gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Sparte Werbung und Media konnte freilich im 1. Halbjahr um 6,6 Prozent beim Umsatz zulegen und kommt mittlerweile auf fast 3 Milliarden Pfund. Ebenfalls zulegen können die Segmente PR und Public Affairs (+2,7 Prozent) sowie Branding & Identity und Healthcare (+ 4 Prozent). (hed)

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