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Das Ohr am Social Medium

In diesem Jahr sind beim Weltkongress nicht nur im Publikum, sondern auch auf der Bühne deutsche Vorträge zu hören. Einigen konnte planung&analyse im Livestream folgen.

Carolin Kaiser und Prof. Raimund Wildner (beide GfK) haben ihre Arbeit über die Erkennung von Marken in Bildern aus Sozialen Medien vorgestellt. Sie haben für diese Arbeit mit der Universität von Michigan-Dearborn zusammengearbeitet und rund 500 Accounts von Facebook-Nutzern ausgewertet. Fast 150.000 Fotos wurden in diesem ersten Schritt gesichtet und eingeordnet. Welche Objekte sind zu sehen, sind die Fotos positiv, negativ oder neutral und welcher Text steht neben dem Bild. In einer Case Study wurden dann 47.000 Fotos aus Instagramm mit 41 Marken aus dem Haushaltspanel der GfK betrachtet. Die Brand-Awareness und die Anzahl der gefundenen Bilder mit einem Markennamen korrelieren stark. Das Take-Away aus diesem Vortrag: Social-Media-Fotos sind eine Chance für Markenartikel – wenn ein Unternehmen das Posten von Bildern triggert, reagieren die User sofort.


Eine ganz andere Art der Recherche übernahmen Daniel Fazekas von Bakamo.Social und Balazs Denes von der Open Society Foundation. Das ist eine gemeinnützige Organisation, gegründet von dem ungarisch-stämmigen US-Milliardär George Soros. Bakamo.Social analysierte für die Open Society Foundation die Reaktion der Menschen in Ungarn auf den Flüchtlingsstrom aus Syrien. „Kicking refugees was just the beginning“  war der Titel des Vortrags und die Survey zeigte beeindruckend, wie die politische Kampagne der Regierung die Meinung in den sozialen Medien beeinflusste.

Die Menschen wiederholten die Statements, die sie auf den Plakaten sahen. Ab einem bestimmten Punkt in der Beobachtung wurden die Roma verstärkt in die Debatte gebracht. Diese Bevölkerungsgruppe, die bereits seit 500 Jahren in Ungarn lebt, wurde nun ebenfalls vermehrt mit Stereotypen und Vorurteilen genannt. Der Justizminister hatte kurz zuvor geäußert, Ungarn könne keine Flüchtlinge aufnehmen, weil ja bereits 800.000 Roma im Land lebten.

Ein beeindruckender Vortrag über den Einfluss von öffentlichen Äußerungen auf die Stimme des Volkes. Fazekas sagte zum Abschluss: „Die Regierung hat nicht nur einen Zaun gebaut, sondern eine mentale Mauer.“ (hed)  

Nähere Informationen zum GfK-Verein finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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