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Branche


Experten-Einschätzung: Quo vadis Online-Panelforschung

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© Gerd Altmann / pixelio.de 

 © Gerd Altmann / pixelio.de


Aus dem Kanon der Datenerhebung für Marktforschungszwecke sind Online-Panels nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig stehen sie vor großen Herausforderungen: Die Nachfrage nach Online-Samples nimmt zu, während Teilnahmebereitschaften sinken und die Konkurrenz im Netz mit Social Media und Plattformen zum Austausch und Meinungsäußerungen immer größer wird. Da ist es für Online-Panels alles andere als einfach, sich in der Gunst der Teilnehmer zu behaupten.

Holger Geißler (YouGov), Herbert Höckel (mo’web), Olaf Hofmann (Skopos) und Marc Smaluhn (Research Now) geben ihre Einschätzung, wie die weitere Entwicklung der Online-Panelforschung aussehen wird beziehungsweise kann.

 
 

Welches sind Ihrer Einschätzung nach im Moment die größten Herausforderungen für Online-Panels?
Die größten Herausforderungen für Online-Panels sind die Rekrutierung neuer Teilnehmer, die Panelsteuerung und die Sicherstellung der Qualität der Stichproben. Durch die gestiegene Nachfrage nach Panelleistungen müssten eigentlich immer mehr Teilnehmer rekrutiert werden, damit die Teilnehmer nicht überfragt werden. Aufgrund der mangelnden Attraktivität von Marktforschung für die Befragten und der fortwährenden Datenschutzdiskussion in Deutschland wird das aber nicht einfacher werden.
 
Wie gehen Sie damit um bzw. wie reagieren Sie darauf? 
Dadurch, dass YouGov ein eigenes Online-Panel betreibt, in dem fast ausschließlich hauseigene Studien durchgeführt werden, können wir sicherstellen, dass unsere Teilnehmer nicht überfragt werden. Durch die gestiegene Bekanntheit von YouGov in der breiten Öffentlichkeit fällt uns die Rekrutierung neuer Teilnehmer zunehmend leichter. Daneben betreiben wir Kooperationen wie zum Beispiel mit der Deutschen Seniorenliga, um spezifische Zielgruppen wie Senioren gezielt zu erreichen. Wir setzen auf eine intensive Panel-Kommunikation mit unseren Teilnehmern. Durch das YouGov Turbo-Sampling können wir automatisch Quoten und Stichproben so steuern, dass Panelisten immer eine passende Umfrage bekommen, wenn wir ihnen eine Einladung gesendet haben. Durch unser hauseigenes Panelmanagement-System sind wir technologisch Up-to-date und können bereits heute Schnittstellen zu diversen sozialen Netzwerken für unsere Teilnehmer anbieten.
 
Welche weitere Entwicklung prognostizieren Sie der Online-Forschung mit Panels in den nächsten fünf Jahren?
Online-Panels, wie wir sie heute kennen, wird es in fünf Jahren wahrscheinlich so nicht mehr geben – wobei wir das vor fünf Jahren auch schon mal gesagt haben. Es werden diejenigen Panels überleben, die ihren Teilnehmern einen klaren Reason Why geben. Umfragen müssen verständlich sein; in einem gewissen Rahmen auch Spaß machen und leicht beantwortbar sein. Wichtig ist auch, dass die Entlohnung adäquat ist. Der Teilnehmer muss das Gefühl haben, dass er seinen Teil zur Meinungsbildung beitragen kann. Schnittstellen und Verknüpfungen zu Plattformen wie Facebook, Google und anderen Portalen werden wichtiger sein und Einfluss auf die Kommunikation zwischen Panelbetreiber und Teilnehmern haben.
 


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