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Branche


GfK bestätigt Geschäftsergebnis

Nürnberger Marktforscher verdeutlicht den Stellenwert von automatisierten Daten und der Bedeutung der Medienforschung. Vorstand gibt Stellungnahme zur Eigentümerstruktur und zum neuen Standort der Zentrale und vergleicht sich mit dem Wettbewerb.

Matthias Hartmann 

 Matthias Hartmann

Die wesentlichen Geschäftszahlen der Nürnberger GfK für 2015 wurden auf der heutigen Pressekonferenz bestätigt: Gesamtwachstum von 6,2 Prozent. Organisch stieg der Umsatz um 1,1 Prozent. Währungseffekte unterstützten das Wachstum. Der Umsatz betrug 1,543 Milliarden Euro. Die Marge der GfK liegt bei 12,2 Prozent. Das war somit 0,1 Prozent unter der Marge des Vorjahres und 0,2 Prozent unter der Prognose. Wegen der nicht erreichbaren Prognose, hatte das Unternehmen vor Weihnachten eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Für das Jahr 2016 wurde keine Zahl für eine geplante Marge genannt.

Das angepasste operative Ergebnis stieg um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag bei 187,6 Millionen Euro (2014: 178,8 Millionen Euro). Das Konzernergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und lag bei 40,7 Millionen Euro (2014: 19,4 Millionen Euro).

Bei der Vorstellung der Ergebnisse vergleicht Matthias Hartmann, Vorstandvorsitzender der GfK die Entwicklung mit den Wettbewerbern. Bei Consumer Choices, wo die Daten weitestgehend automatisiert erhoben werden, wächst das Unternehmen analog wie Nielsen, heißt es. Der Umsatz liegt in diesem Segment bei 681,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Gesamtwachstum von 9,2 Prozent. Dabei betrug das organische Umsatzwachstum 4,3 Prozent.

Im Geschäftsfeld Consumer Experiences vergleicht sich GfK mit der Datensparte von WPP und mit Ipsos. Hier habe GfK zugelegt in gleichem Masse wie die Wettbewerber eingebüßt hätten. Der Umsatz von 859,1 Millionen Euro entspricht einer Steigerung von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Organisch war ein Umsatzrückgang von 1,2 Prozent zu verzeichnen.

Einen hohen Stellenwert für das Unternehmen hat der Connected Consumer und zwar vor allem bei der Mediennutzung. Mit GfK Experience Effects versucht der Forscher die Werbewirkung über möglichst viele Endgeräte zu nutzen. Mit dem GfK Crossmedia Link will GfK die Mediennutzung über alle Kanäle hinweg erfassen und sie mit dem Kaufverhalten kombinieren.

In diesem Geschäft mit der Messung von Reichweiten und der Wirkung der Kommunikation über die Medien tummeln sich derzeit mehrere Wettbewerber, die „dieses Thema unter sich ausmachen werden“, so die Vermutung von Hartmann und „Ich glaube, da werden wir dabei sein“.

Die Verknüpfung von automatisiert erhobenen Daten, den digitalen Plattformen und der Ergänzung durch Dienstleistung, sprich Interpretation und Beratung durch erfahrene Forscher, sieht Hartmann als Kernkompetenz der GfK. „Daten und Plattformen alleine bringen die Lösung nicht, es ist die Verknüpfung mit der Erfahrung der Menschen, die aus Big Data Smart Data macht.“

Und das Ziel ist, diese Leistung für globale Kunden möglichst weltumspannend und homogen und vergleichbar zu liefern. Deshalb sei der Zukauf von Netquest mit Accesspanels in Südamerika und den iberischen Ländern besonders wichtig.

Zu den durch die Finanzzeitschrift Bilanz losgetretene Diskussion, um einen eventuellen Wechsel der Eigner sagte Hartmann: „Es gibt immer wieder Anfragen von Investoren. Wir freuen uns, wenn es Interesse gibt. Wir gehen davon aus, dass der GfK-Verein ein Interesse an der Stabilität der GfK hat. Da gibt es für mich nichts zu kommentieren.“ Dass die GfK eine Finanzspritze nötig habe, weisen sowohl Hartmann als auch Finanzvorstand Christian Dietrich von sich: „Wir haben eine Eigenkapitalquote von 39 Prozent. Wir sind gut aufgestellt.“

Durch Nachfrage der Nürnberger Zeitung wurde bekannt, dass GfK am Hauptstandort neue Räumlichkeiten sucht. Dazu sei jedoch noch keine Entscheidung gefallen. (hed)

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