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Branche


GfK kann Umsatz steigern

Nürnberger Marktforscher kann Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr verbessern. Die zweite Jahreshälfte verspricht weitere Belebung sagt GfK-Vorstandsvorsitzender Matthias Hartmann.

Mathias Hartmann Foto: GfK 

 Mathias Hartmann Foto: GfK

Der Umsatz der Gruppe betrug in der ersten Jahreshälfte 747,2 Millionen Euro, somit 7,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zusätzlich zum organischen Wachstum von 0,3 Prozent wirkten Währungseffekte mit 6,7 Prozent positiv auf die Gesamtentwicklung. Das angepasste operative Ergebnis im ersten Halbjahr betrug 71,2 Millionen Euro. Das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, heißt es in der Meldung des Unternehmens.

Der Sektor Consumer Experiences, bei dem während der Neuausrichtung bewusst Umsatzrückgänge in Kauf genommen wurden, stabilisiere sich weiter und werde produktiver, heißt es. Der Umsatzanteil standardisierter Produkte liege inzwischen bei 43 Prozent und soll weiter steigen, das bedeutet mehr Daten werden mit digitalen Methoden erhoben. Der Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres stieg in dieser Sparte um 6,1 Prozent auf 421,4 Millionen Euro (organisch -0,7 Prozent, Währungseffekte +6,8 Prozent).

Das Auftragsbuch deute, so GfK, auf eine weitere Stabilisierung der Umsätze im zweiten Halbjahr hin. Die Profitabilität des Sektors habe sich positiv entwickelt: Die Marge stieg im ersten Halbjahr 2015 um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 5,1 Prozent.

Der Sektor Consumer Choices setze sein Wachstum fort. Hier stieg der Umsatz in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 324,2 Millionen Euro. Zusätzlich zum organischen Wachstum des Sektors von 1,8 Prozent wirkten Währungseffekte mit 6,6 Prozent sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen mit 0,2 Prozent. Die Marge des Sektors betrug im ersten Halbjahr 18,3 Prozent (Vorjahreszeitraum: 19,4 Prozent).

Besonders die Anlaufkosten der Medienforschungsaufträge in Brasilien und Saudi-Arabien wirkten auf die Marge, schreibt die GfK zur Erklärung. Ab dem vierten Quartal sollen dieses Projekte zum Umsatzwachstum beitragen. GfK ist mit der Fernseh-, Radio- oder Online-Forschung inzwischen auf allen Kontinenten vertreten. Mehrjährige Medienforschungsaufträge wurden kürzlich in Singapur, Schweden und Polen gewonnen.

Alle Regionen bis auf Nordeuropa wuchsen im ersten Halbjahr organisch, heißt es weiter. Lateinamerika sowie Asien und Pazifik erzielten das stärkste organische Wachstum.

GfK-Vorstandsvorsitzender Matthias Hartmann: „Wir sind im ersten Halbjahr organisch leicht gewachsen und haben unser Ergebnis verbessert. In der zweiten Jahreshälfte erwarten wir eine Belebung des Umsatzes, insbesondere durch die großen gewonnenen Medienforschungsaufträge. Wir gehen weiterhin davon aus, unsere Jahresziele zu erreichen.“

GfK erwartet für 2015 ein moderates organisches Wachstum und eine Marge zwischen 12,4 und 12,8 Prozent. (pua)

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