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Branche


Gute Stimmung am Main

Auf der fünften Research Plus Rhein-Main der DGOF wurden in Frankfurt drei Vorträge präsentiert. Rund 50 lokale Marktforscher und Interessierte saßen im Publikum und nutzten den Abend zum Netzwerken.

Prof. Herbert Schuster von Innoplexia zeigte neue Ansätze bei der Analyse des digitalen Marktes. Schuster hat das Spin-Off der Universität Heidelberg vor einigen Jahren mit zwei Hackern gegründet und hat inzwischen 15 Mitarbeiter. „Die alle gut bezahlt sind“, sagt Schuster, um dem Vorurteil der Billigarbeit bei technikgetriebenen Startups zuvorzukommen.

Innoplexia ist gestartet, um den intransparenten Markt der Energieversorger zu verstehen. Das sind auch die Auftraggeber. Es werden lokale Suchanfragen simuliert und geschaut, wie Google die Suche vervollständigt. Dies beruht auf den sonstigen zu diesem Thema gestarteten Suchen und „so erfährt man nebenbei auch etwas über den Konsumenten und dessen Consumer Journey“, erklärt Schuster die Methode.

Anna-Sophie Ulfert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und hat gerade ihre Promotion beendet. Die Psychologin hat sich mit der Akzeptanz und der User Experience von Online-Tests für Bewerber beschäftigt. Diese Tests werden von großen Unternehmen als Vorauswahl oft benutzt und sind sehr unterschiedlich gestaltet. Ulfert wollte wissen, ob das Design einen Einfluss auf die Akzeptanz hat. Sie haben sich vor allem den Aspekt „paging vs. scrolling“ angeschaut, also ob es egal ist, ob man durch die Seiten blättern kann, ob man vor- und zurückgehen kann oder ob alles auf einer Seite steht und man scrollen muss. Das Ergebnis: das Design hat keinen Einfluss. Die subjektive Leistungserfüllung war maßgeblicher. Also mit anderen Worten, wer dachte, er habe schlecht abgeschnitten oder nicht den Zusammenhang der Fragen mit dem in Aussicht gestellten Job sah, hat den Test schlecht bewertet.

Der dritte Vortrag an dem Abend in Frankfurt kam von Aleksa Möntmann, die ursprünglich zum Team von Link gehörte und jetzt bei Forsa mit eingegliedert wurde. Sie stellte die EmotiCam vor, die eine implizite Messung der Werbewirkung ermöglicht. Sie verdeutlichte dieses Verfahren am Beispiel von Radiospots der Radiozentrale und einem Sportereignis. Der Proband sitzt vor seinem Computer und die Webcam filmt seine Gesichtszüge. Das Verfahren schließt daraus auf die emotionale Berührung des Zuschauers.

Organisatorin Alexandra Wachenfeld-Schell, Vorstand der DGOF und Geschäftsführerin von Forsa Frankfurt, beschloss den Abend mit einem Hinweis auf die kommende GOR und der Möglichkeit jetzt Papers einzureichen (mehr dazu >>).(hed)

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