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Keyfacts ist nicht von Unister-Insolvenz betroffen

Das Marktforschungsinstitut Keyfacts ist zwar eine Tochterfirma der Unternehmensgruppe Unister, ist aber „weder insolvent noch von der Insolvenz bedroht“. Dies bestätigt die Geschäftsführerin Ulrike Preiss gegenüber planung&analyse und erklärt die Zusammenhänge.

„Zwar sind wir eine Tochterfirma der Unister Holding, haben uns aber schon vor längerer Zeit entschlossen, das Unternehmen Keyfacts Onlineforschung GmbH nach und nach aus dem Konzern herauszulösen“, erläutert Geschäftsführerin Ulrike Preiss die Zusammenhänge. Der erste Schritt in diese Richtung sei die Umbenennung des Unternehmens von Unister Research Analysis in Keyfacts Onlineforschung im September 2013 gewesen. Die daraus folgende logische Konsequenz sei auch eine weitreichende operative Trennung vom Konzern gewesen. „Wir haben nichts mehr mit Unister gemeinsam, die Separierung ist inzwischen fast vollständig vollzogen“, so Preiss und macht deutlich: „Die Keyfacts ist weder insolvent noch von der Insolvenz bedroht.“

Das Unternehmen Unister kam dieser Tage durch einen Flugzeugabsturz Mitte Juli in die Schlagzeilen, bei dem der Gründer und Geschäftsführer von Unister, Thomas Wagner, und Mitgesellschafter Oliver Schilling ums Leben kamen. Im Nachgang zu diesem Unglück stellte sich heraus, dass das große Teile der Unternehmensgruppe offenbar in ernsthaften Schwierigkeiten waren. Die Staatsanwaltschaft in Dresden ermittelt. In der Folge musste die Unister Holding GmbH in Leipzig  Insolvenz beantragen. Von den Töchtern der Unister Holding mussten zwölf mittlerweile ebenfalls Insolvenz anmelden. Es handelt sich zum größten Teil um Reise-Gutschein- und Preisvergleichsportale.

Die Frage der Insolvenz muss jedoch für jede einzelne Gesellschaft gesondert betrachten werden und ist  ausschließlich von deren wirtschaftlicher Situation abhängig. Bei der Keyfacts Onlineforschung GmbH handelt es sich rechtlich um eine völlig eigenständige Gesellschaft, die unabhängig von den Schwierigkeiten des Mutterkonzern getrennt zu sehen ist, erklärt Preiss.

Allerdings in einem Punkt ist der Marktforscher, der das Keypanel mit über 150.000 Konsumenten betreibt, doch betroffen: Der Co-Geschäftsführer von Preiss war Oliver Schilling, der bei dem Flugzeugunglück bei Venedig ebenfalls ums Leben kam. Preiss zeigt sich von den aktuellen bedauerlichen Umständen und dem Tod des Mitgesellschafters und zweiten Geschäftsführers „sehr betroffen“, sieht aber, dass die damaligen Entscheidungen sich „als strategisch richtig erwiesen haben“.

Zur Sicherung des Vier-Augen-Prinzips, aber auch weil es bei Konzerninsolvenzen üblich ist, einen weiteren Geschäftsführer allen Gesellschaften zur Seite zu stellen, und zwar unabhängig davon ob diese selbst insolvent sind, oder einer eventuellen Insolvenzbedrohung unterliegen, wurde Ludgar Zdarta zum zweiten Geschäftsführer ernannt. (hed)
Nähere Informationen zu keyfacts finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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