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Branche


Marktforschung in der Wohngemeinschaft

Die Research Plus in Köln findet zum zehnten Mal statt. 70 Forscher – auch viele Nichtkölner – kommen auf Einladung der DGOF in die Kneipe Wohngemeinschaft. Vier Vorträge sorgen für reichlich Gesprächsstoff.

Tom De Ruyck von dem in Deutschland neu ansässigen belgischen Institut InSites Consulting verrät wie man „Insights mehr Impact“ geben kann. „Wir müssen mehr Zeit investieren in den Anfang und das Ende einer Studie“, fordert er. Derzeit würden Insights häufig in PowerPoint-Präsentationen wie in einem Käfig eingesperrt. Es muss plastisch und fühlbar werden, was bei einer Studie heraus gekommen ist.

Ein Beispiel war eine Studie zu Vakuumreinigern. Wie erklärt sich der Erfolg dieses Staubsaugers? Nicht das Gewicht oder das Geräusch ist ausschlaggebend, sondern der durchsichtige Behälter für den Staub. Er zeigt den Menschen, dass sich das Putzen gelohnt hat. Solche Insights können durch Marktforschung gewonnen werden, müssen aber auch vermittelt werden.

Bild: pixabay.com 

 Bild: pixabay.com

Auch Lisa Dust von „Geschichten aus Daten“ aus Hamburg weiß, das Daten alleine keine Insights sind, dass sie aber spannende Geschichten enthalten. Ein „Date mit Daten“ heißt ihr Vortrag und sie schildert zahlreiche Beispiele, die zeigen, wieviel Power in Marktforschungsergebnissen stecken können. Sie schlägt vor dies den Kunden zu verdeutlichen. Dann würde vielleicht nicht nur der Mafo-Etat zur Verfügung stehen, sondern eventuell auch der PR-Etat oder der Investor-Relations-Etat einer Firma.

Malte Friedrich-Freksa von GapFish beschreibt eindrücklich, wie wichtig die Anpassung einer Studie für ein mobiles Gerät für Studien ist. In einer Zeit, in der der mobile Traffic größer als der stationäre ist, sei es nicht mehr zeitgemäß, wenn Studien nicht mobil optimiert sind. Dennoch sei das noch eher die Regel. Das Smartphone verändert aber noch mehr. Durch Geo Targeting, Beacons und NFC werden die Tätigkeiten und die Bewegungen der Konsumenten so transparent, dass sie nicht nur retrospektiv, sondern am POS, bei Betreten oder Verlassen eines Ladens oder in der Fußgängerzone mit einer Kurzbefragung angesprochen werden können.

Schließlich hat René Schallner vom GfK Verein ein Stück Grundlagenforschung vorgetragen und über die Gewinnung von Marketing-Wissen aus Social-Media-Fotos berichtet. Gemeinsam mit Carolin Kaiser und der Uni Augsburg wurden beim GfK Verein Fotos von Instagram untersucht. Es ging in erster Linie um Marken-Logos. Die Erkennung gelingt dem Algorithmus nach einer Trainingszeit ganz gut und in Kombination mit den Texten zu den Bildern kann eine Aussage über die Aussage in Zusammenhang mit der Marke getroffen werden.

Die Wohngemeinschaft drinnen und draußen bot im Anschluss ausreichend Gelegenheit sich über die Vorträge und weitere Mafo-Themen auszutauschen. (hed)

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