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„Online-Befragungen können ihre Effizienz unter Beweis stellen“

Die Wahl in Nordrhein-Westfalen ist entschieden – und die online erhobene Prognose von YouGovPsychonomics lag dem amtlich festgestellten Ergebnis mit am nächsten. Andreas Schubert und Holger Geißler erklären wie diese Prognosegüte möglich ist.

Neben Emnid, Dimap, Forsa, der Forschungsgruppe Wahlen hatte YouGovPsychonomics am 07. Mai 2010 eine online erhobene Wahlprognose veröffentlicht. YouGov prognostizierte 35,5 Prozent der nordrhein-westfälischen Wählerstimmen für die SPD, 35 Prozent für die CDU, 10,5 Prozent für Bündnis 90/Die Grünen, sieben Prozent für die FDP, sieben Prozent für die Linke und fünf Prozent für die sonstigen Parteien. (Umfrage: n=1007 wahlberechtigte Nordrhein-Westfalen im YouGov Panel Deutschland, erhoben zwischen dem 30. April und dem 6. Mai 2010).


Die NRW-Wahl ist entschieden und die Prognose von

YouGovPsychonomics hat den Ausgang basierend auf Online-Befragungen mit am besten prognostiziert. Wie sind Sie bei der Online-Messung vorgegangen?

Andreas Schubert 

 Andreas Schubert

Andreas Schubert
, Vorstandsvorsitzender YouGov Psychonomics AG:
Für unsere Prognose konnten wir auf unser YouGov Panel Deutschland zurückgreifen, das aus ca. 100.000 Panelisten besteht. Über umfangreiches Profiling können wir hierbei nicht nur auf Informationen aus verschiedenen Lebensbereichen der Panelisten, sondern auch zu ihrem bisherigen Wahlverhalten zurückgreifen. Gesteigerten Mehrwert für unsere Mitglieder liefert eine Mischung aus Umfragen zu gesellschaftspolitischen Themen und Marktforschung, die Panelisten eine Stimme geben und Möglichkeiten zur Einflußnahme und Veränderung aufzeigen.
Intelligentes Sampling, das jedem Panelisten eine für ihn passende Befragung zur Beantwortung vorliegt, erhöht die Motivation zusätzlich. Screenouts finden nicht mehr statt. Von unserem Experten Doug Rivers (Stanford) entwickelte Verfahren ermöglichen eine sehr präzise Stichprobenaussteuerung.
All dies versetzt uns in die Lage, exakte Messungen in unserem Online-Panel durchzuführen. Die von uns veröffentlichte Wahlprognose ist dafür ein gutes Beispiel. Wir haben im Vorfeld der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen fünf Umfragen im Auftrag der BILD-Zeitung durchgeführt, für die jeweils 1000 wahlberechtigte Bürger zur ihrem Wahlverhalten befragt wurden. Auf Basis dieser Daten wurde dann die endgültige Prognose erstellt. Bereits mit der ersten Prognose nach Ostern haben wir den knappen Wahlausgang vorhergesehen.

Was bedeutet das für die Prognosegüte von Online-Befragungen allgemein: Lassen sich inzwischen alle wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen durch Online-Befragungen repräsentativ abbilden? Sind andere Befragungsmodi inzwischen überholt?


Holger Geißler 

 Holger Geißler

Holger Geißler
, Vorstand von YouGov Psychonomics: Ja, andere Befragungsmodi sind definitiv eingeholt. Für eine breite Bevölkerungsschicht ist der Vorbehalt geringerer Repräsentativität der Online-Befragung Vergangenheit. Dazu hat natürlich auch die weiter steigende Internetpenetration in unterrepräsentierten Bevölkerungsschichten ihren Teil beigetragen.
Natürlich lassen sich neben Umfragen zu politischen Themen auch Fragestellungen zu anderen Themen repräsentativ abbilden. Wahlprognosen und unser täglicher Omnibus stellen höchste Anforderungen an Stichprobengüte und Repräsentativität.
Für jeden Anwendungsbereich wird es auch in Zukunft passende Methoden geben, so dass auch die "klassischen" Methoden wie telefonische und persönliche Interviews weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben. Online-Befragungen können, wie wir gezeigt haben, auch bei Wahlprognosen ihre Effizienz hinsichtlich Kosten, Geschwindigkeit und Repräsentativität unter Beweis stellen.

Die Wahlprognosen zur NRW-Wahl 

 Die Wahlprognosen zur NRW-Wahl


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