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Branche


"Unternehmen ohne eigene Marktforschung sind darauf angewiesen, richtig beraten zu werden"

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Nach über 20 Jahren in der betrieblichen Marktforschung, zuletzt bei Campells, ist Siegbert Schüler im Frühjahr 2011 auf die Institutsseite gewechselt. Im Interview mit planung & analyse spricht er über den Perspektivenwechsel, die Zusammenarbeit zwischen Instituten und betrieblicher Marktforschung sowie den Ansatz der strategischen Marktforschungsplanung.

Interview mit Siegbert Schüler, Geschäftsführer von Partner Research, Hamburg

Herr Schüler, Sie waren lange Jahre in der betrieblichen Marktforschung tätig, zuletzt bei Campbells Germany. Seit Mai 2011 sind Sie Geschäftsführer bei Partner Research in Hamburg. Was hat Sie bewogen auf die Institutsseite zu wechseln?
Ich habe diesen Schritt schon seit längerer Zeit in Erwägung gezogen. In der betrieblichen Marktforschung ist mit der Marktforschungsleiter-Position das Ende der Fahnenstange erreicht. Nach mehr als 22 Jahren Tätigkeit als betrieblicher Marktforscher habe ich den Wechsel auf die Geschäftsführerposition in einem Institut als logische Entwicklung empfunden. Gerade mit meiner Erfahrung auf der Industrieseite glaube ich, sehr viele Impulse geben zu können. Mit Ulf Seifert, dem Inhaber von Partner Research, verbindet mich eine langjährige, freundschaftliche Geschäftsbeziehung, d.h. die „Chemie“ stimmt und wir sind auch strategisch auf einer Wellenlänge. Ich hatte ein Geschäftsmodell im Kopf, das ich als selbständiger Berater angehen wollte, stellte aber bald fest, dass ich bei Partner Research nicht nur eine vollständige Infrastruktur vorfinde, um mein Konzept zu verfolgen, sondern auch ein erfahrenes, hoch-kompetentes Team, mit dem es einfach Spaß macht, zu arbeiten. Zudem hatte ich das Glück, genügend Zeit zu haben, die verschiedenen Optionen durchzuspielen und kam zu dem Schluss, dass der Einstieg bei Partner Research für beide Seiten eine Art Win-Win-Situation darstellen kann. Nach den ersten 5 Monaten im Institut kann ich diese Einschätzung nun voll bestätigen.

Worauf haben Sie in ihrer Zeit als betrieblicher Marktforscher besonderen Wert bei Instituten und Dienstleistern gelegt – und was haben Sie vermisst?
Ich habe immer Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt gelegt. Nach meinem Ausscheiden als betrieblicher Marktforscher habe ich gerade in dieser Hinsicht unglaublich viel positives Feedback von meinen Geschäftspartnern bekommen, auf das ich sehr stolz bin. Diese Anerkennung kommt mir nun, da ich selbst Institutsmarktforscher bin, zugute.
Als betrieblicher Marktforscher ist man ja eigentlich immer „auf Augenhöhe“ mit den Anbietern seiner Branche und ich konnte die Institute unserer Wahl recht gut bezüglich ihrer spezifischen Expertise sowie ihrer Stärken und Schwächen einschätzen. Problematisch wird es eher für Unternehmen, die sich keine eigene Marktforschungsabteilung leisten können – oder wollen –, weil das methodische Spektrum einfach sehr komplex ist. Viele Institute verkaufen ihre Standards, ohne auf die wirklich wichtigen strategischen Fragestellungen ihrer Kunden einzugehen. Betriebliche Marktforscher wissen das einigermaßen abzufedern, Unternehmen ohne eigene Marktforschung sind darauf angewiesen, richtig beraten zu werden und hier sehe ich die größten Defizite.


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