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Branche


Vorsprung durch Vertrauen?

Quelle: GfK Verein 

 Quelle: GfK Verein

Im Mittelpunkt der 61. GfK-Tagung, die am 1. Juli 2011 mit rund 500 Teilnehmern in Nürnberg stattfand, stand die Bedeutung von Vertrauen in Märkten. In drei Vorträgen wurde die Relevanz von Vertrauen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, unter anderem auch philosophisch.

Dr. Oliver Hupp, Division Manager Marken und Kommunikationsforschung der GfK Marktforschung in Nürnberg, nahm in seinem Vortrag die Bedeutung des Markenvertrauens im Rahmen der Markenführung genauer unter die Lupe. In seinen Ausführungen kam er zu dem Schluss, dass für ein kurzes Abenteuer zwar Sympathie genüge, längerfristige Beziehungen aber Vertrauen benötigen, damit Konsumenten bereit sind in eine Marke zu investieren.

Insbesondere in der Finanzbranche ist Vertrauen so wichtig wie nie zuvor. Die von Karsten John, Division Manager der GfK Finanzmarktforschung, vorgestellte Untersuchung in sieben europäischen Kernländern wurde verdeutlicht, dass das Vertrauen der Kunden in Banken und Versicherungen auch zwei Jahre nach der Finanzkrise auf einem sehr niedrigen Niveau liegt.

Um das Vertrauen der Menschen und Kunden zurück zu gewinnen, gibt es seiner Expertise nach vier elementare Anknüpfungspunkte:
1. Eine ehrliche und glaubwürdige Kommunikation
2. Den Auf- und Ausbau fairer, langfristiger und nachhaltiger Kundenbeziehungen
3. Ein transparentes Angebot an „ehrlichen“ Produkten und Dienstleistungen
4. Eine klare Positionierung der eigenen Marke

Der Philosoph, Publizist und Autor Prof. Dr. Richard David Precht stellte in seinem Vortrag Moral und in den Kontext zu Wirtschaft und Gesellschaft. Da diese beiden Begriffe eng miteinander verknüpft seien, dürften sie nicht isoliert betrachtet werden. In diesem Kontext warf er die Frage auf, wann nach moralischen Grundsätzen gehandelt werde und wann unfair. Laut Precht machen wir flexibel von unseren Grundsätzen der Moral Gebrauch – auch abhängig davon, ob wir das Gefühl haben, von anderen fair behandelt zu werden. Zudem handeln wir gegenüber anderen Menschen umso unmoralischer, je weiter sie von uns räumlich entfernt sind.

Für das Marketing bedeutet dies, dass Menschen zwar zweckorientiert handeln, wichtiger seien auf individueller Ebene aber Anerkennung, Respekt, Zuneigung und Liebe. Übertragen auf die Vertrauenskultur im Marketing bedeutet dies: Wir bringen jenen Menschen oder Produkten am meisten Vertrauen entgegen und entscheiden uns für jene, bei denen wir unterstellen, dass sie das höchste Maß an sicherer Anerkennung für uns bringen. Denn Menschen sind eines am wenigstens gern: die Dummen.
Nähere Informationen zum GfK Verein finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK Verein

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