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10 Praxis-Tipps: Befragungen von Kindern

In leicht verständlicher Form geben im Rahmen der „10 Praxis-Tipps“ erfahrene Marktforscher ihr Wissen weiter. Es geht dabei nicht um „Bedienungsanleitungen“, denn dafür wäre jede einzelne Aufgabenstellung viel zu komplex, sondern um Tipps und Anregungen aus der Praxis. Diese kompakte Zusammenstellung soll Einsteigern in ein neues Themengebiet eine Hilfestellung sein und Orientierung geben. Hier die Tipps von Anna Ripke (Meinecke & Rosengarten):

10 Praxis-Tipps: Befragungen von Kindern


1. Ein natürlicher Draht zu der jungen Zielgruppe ist Grundvorrausetzung.
Kinder erspüren sehr schnell, was im Inneren ihres  Gegenübers vorgeht. Nur wer Kinder wirklich mag und auch privat offen, ungezwungen und spontan mit ihnen umgehen kann,  hat eine gute Chance, in einer Befragungssituation den nötigen  Zugang  zu ihnen zu finden.

2. Seien Sie authentisch.
Der Versuch, sich dem (vermeintlichen) Stil der jungen Zielgruppe anzupassen, ist zum Scheitern verurteilt. Gewollt coole oder witzige Sprüche, ein übertriebener Habitus in Hinblick auf Sprache und Gestik werden sofort durchschaut und lösen Reaktanzen aus.

3. Schaffen Sie eine Wohlfühlatmosphäre.
Die Befragungs-Umgebung sollte kinderfreundlich gestaltet sein (viel Platz, hell und freundlich, gemütlich etc.). Kleiden Sie sich leger (aber authentisch) und vermitteln Sie den Kindern, dass Sie sich über deren Teilnahme und die gemeinsame 'Arbeit' freuen.

4. Seien Sie freundlich und empathisch, aber setzen Sie auch Grenzen.
Wenn 'alles erlaubt ist' endet eine Gruppe mit Kindern oft im Chaos und führt schnell zu verzerrten Ergebnissen. Eine konstruktive, kreative und offene Befragungsatmosphäre lässt sich auch mit Einhaltung klarer Regeln herstellen.

5. Achten Sie auf eine optimale Gruppenzusammensetzung.
Die Gruppen sollten nicht zu groß sein. Wichtig ist auch die homogene Zusammensetzung einer solchen Gruppe.

6. Sorgen Sie für Abwechslung und Entertainment.
Kindern fällt es schwer, sich lange auf eine Sache zu konzentrieren – selbst wenn sie von etwas begeistert sind.

7. Vermeiden Sie eine Überforderung der Kinder.
Zuviel Material oder zu lange Diskussionen (über ein Thema oder ohne Stimulimaterial) machen Kinder müde und/oder unruhig wie auch unkonzentriert. Planen Sie deshalb bitte genug kleine Pausen ein.

8. Unterstützen Sie bei der Entwicklung von kindgerechtem Stimulimaterial.
Kinder beurteilen, was sie sehen. Es hilft nicht, ihnen zu sagen, dass dies später ganz anderes aussehen könnte! Sie achten auf jedes noch so kleine Detail und jeder Fehler wird gnadenlos registriert und bestraft.

9. Seien Sie flexibel und geduldig.
Jedes Kind braucht eine individuelle Ansprache. Manche müssen erst dazu motiviert werden, sich überhaupt zu beteiligen, andere müssen in ihrem Elan eher gebremst werden.

10. Bringen Sie die Aussagen der Kinder in einen richtigen Kontext.
Helfen Sie Ihren Kunden - am besten gleich, zwischen oder nach den Befragungen - das Gesagte und Gesehene richtig einzuordnen.


Diese zehn Punkte sind Bestandteil der 10-Praxis-Tipps-Serie, die regelmäßig von planung & analyse veröffentlicht wird. Die Serie wird herausgegeben von Dr. Gwen Kaufmann (planung & analyse) und Uwe Matzner (research tools).

Hier geht's zu den bisher erschienenen 10-Praxis-Tipps!

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