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10 Praxis-Tipps: Erfolgreiche Koordination qualitativer Mehrländerstudien

In leicht verständlicher Form geben im Rahmen der „10 Praxis-Tipps“ erfahrene Marktforscher ihr Wissen weiter. Es geht dabei nicht um „Bedienungsanleitungen“, denn dafür wäre jede einzelne Aufgabenstellung viel zu komplex, sondern um Tipps und Anregungen aus der Praxis. Diese kompakte Zusammenstellung soll Einsteigern in ein neues Themengebiet eine Hilfestellung sein und Orientierung geben. Hier die Tipps von Stefan Goldschmidt (nuggets-market research consultancy):

10 Praxis-Tipps: Erfolgreiche Koordination qualitativer Mehrländerstudien


1. Stimmen Sie mit Ihrem Kunden rechtzeitig die Auswahl der einbezogenen Länder ab.
Auf diese Weise erhalten Sie frühzeitig wichtige Hintergrundinformationen: Was genau bewegt Ihren Kunden? Welche Ziele hat er? Auch die Frage danach, ob wirklich alle relevanten Länder für die zielgerichtete Analyse des internationalen Marktgeschehens einbezogen worden sind, lässt sich in dieser frühen Phase der Projektkonzeption noch gut überprüfen.

2. Treffen Sie die Auswahl der Institute in den Märkten gemeinsam mit Ihrem Kunden.
Nicht immer wird eine qualitative Mehrländerstudie in Auftrag gegeben, weil der Auftraggeber seinen lokalen Markt im internationalen Kontext einschätzbar machen oder expandieren will. Sehr häufig ist er bereits in den Ländern tätig, in denen er die Befragungen durchführen möchte. Klären Sie deshalb unbedingt vorab, ob Ihr Kunde auf diesem internationalen Boden bereits Geschäftspartner hat, mit deren Hilfe er die Studie durchführen will.

3. Laden Sie Ihre Dienstleister dazu ein, Ihre Partner zu werden.

Viele Anbieter, die Leistungen in den betreffenden Ländern offerieren, mögen gut sein. Aber eine außergewöhnliche, durch hohe Motivation getragene Leistung können Sie nur von Geschäftspartnern erwarten, die eine hohe Bindung an Ihr Unternehmen haben.

4. Profitieren Sie von langfristig gefestigten Partnerschaften.
Über Jahre gelebte Partnerschaften im beruflichen Netzwerk zahlen sich aus. Und das gilt nicht nur für Ihre Kunden, sondern auch für Ihre Zulieferer. Wer langfristig von Ihnen Folgeaufträge erhält, wird Sie als Geschäftspartner hoch schätzen, engagiert sich stärker in ihrem gemeinsamen Projekt und kann Ihre Anforderungen besser umsetzen.

5. Beachten Sie interkulturelle Besonderheiten.
Die Mitarbeiter Ihrer Provider in den Ländern mögen professionelle Marktforscher sein und über viel Erfahrung im internationalen Geschäft verfügen. Nichts desto trotz sind sie in ihrer Heimat sozialisiert und werden in ihrem landestypischen Verhaltenskodex mit Ihnen kommunizieren.

6. Definieren Sie klar und deutlich die Spielregeln innerhalb der Zusammenarbeit mit Ihren Providern.
Je klarer die Briefings sind, die Sie Ihren Partnern in den zu beforschenden Ländern geben, umso weniger können Missverständnisse entstehen. Eventuellen Diskussionen ist so schon im Vorwege der Wind aus den Segeln genommen.

7. Profitieren Sie vom landesspezifischen Know-how Ihrer Partner.
Wissen Sie wirklich, welche projektiven Techniken in Taiwan funktionieren, ob Sie in Kasachstan tatsächlich gemischte Gruppen mit Männern und Frauen durchführen können und ob in Saudi-Arabien die ‚Frau des Hauses’ den Haushalt führt und für den täglichen Einkauf verantwortlich ist?

8. Unterschätzen Sie auf keinen Fall den Stellenwert eines persönlichen Briefings vor Ort.
Der örtliche Moderator braucht Sie und Sie brauchen Ihn! Gehen Sie in einem persönlichen Gespräch alle Details der Untersuchungsanlage mit ihm durch und zeigen Sie ihm Ihre Wertschätzung. Wenn sie sein Vertrauen gewonnen haben ist es leichter, auch unerwartete Missverständnisse auszuräumen. 

9. Hören Sie bei Gruppendiskussionen und individuell geführten Tiefeninterviews genau zu.
Falls möglich sollten Sie bei allen Fokusgruppen und individuell geführten Tiefeninterviews vor Ort sein und sich von einem sehr gut geschulten Simultanübersetzer unterstützen lassen. Suchen Sie das Gespräch mit dem lokalen Moderator – nur dann kann er Ihre Intention verstehen und Ihnen helfen, die Ergebnisse vor dem landesspezifischen Hintergrund zu analysieren.

10. Binden Sie neben Ihren Kunden auch seine lokal verantwortlichen Kollegen ein.
Um Ihr Studienprojekt zum Erfolg zu führen, müssen Sie als Koordinator qualitativer Mehrländerstudien sowohl durch die globale als auch die lokale Brille schauen. Da ist es von Vorteil, wenn Ihr Kunde im Headquarter und seine Kollegen in den einzelnen Ländern Ihnen hilfreich zur Seite stehen.

Diese zehn Punkte sind Bestandteil der 10-Praxis-Tipps-Serie, die regelmäßig von planung & analyse veröffentlicht wird. Die Serie wird herausgegeben von Dr. Gwen Kaufmann (planung & analyse) und Uwe Matzner (research tools).

Hier geht's zu den bisher erschienenen 10-Praxis-Tipps

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