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10 Praxis-Tipps: Online-Marktforschung mit Kindern und Jugendlichen

In leicht verständlicher Form geben im Rahmen der „10 Praxis-Tipps“ erfahrene Marktforscher ihr Wissen weiter. Es geht dabei nicht um „Bedienungsanleitungen“, denn dafür wäre jede einzelne Aufgabenstellung viel zu komplex, sondern um Tipps und Anregungen aus der Praxis. Diese kompakte Zusammenstellung soll Einsteigern in ein neues Themengebiet eine Hilfestellung sein und Orientierung geben. Hier die Tipps von Holger Geißler und Susanne Schöpe (YouGov Deutschland):

10 Praxis-Tipps: Online-Marktforschung mit Kindern und Jugendlichen

 
1. Sie können Kinder alles fragen - solange es relevant für sie ist.
Die gute Nachricht: Sie können Kinder und Jugendlichen ganz viel fragen. Die Einschränkung: Das Thema muss einen Bezug zu Ihrer Lebenswelt haben. Ist das Thema irrelevant für die Zielgruppe, wird man keine sinnvollen Ergebnisse bekommen.

2. Befragen Sie dem Alter entsprechend.
Kinder und Jugendliche können mit Einverständnis der Eltern befragt werden. Wichtig ist dabei ein altersentsprechender Fragebogen.

3. Standard- Tools sind nichts für Kinder.

Es gibt viele gute Gründe, um in der Marktforschung mit standardisierten Instrumenten und Items zu arbeiten. Für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche sind sie hingegen kaum nutzbar. Stattdessen sollten die Fragen kurz, einfach, verständlich und kindgerecht formuliert werden.

4. Keep it simple, short and big.
Klassische Online-Fragebögen überfordern jüngere Kinder in der Regel fein-motorisch. Deshalb müssen Online-Fragebögen so gestaltet sein, dass auch die jüngsten Teilnehmer damit zurechtkommen können.

5. Nehmen Sie Kinder ernst.
Kinder spielen gerne. Aber bei Umfragen sind sie als Experten gefragt. Deshalb sollten Kinder-Umfragen nicht zu spielerisch sein.

6. Size matters – abstraktes Denken entwickelt sich erst später.
Die Fähigkeit abstrakt zu denken, unterscheidet das Kind vom Jugendlichen und den Jugendlichen vom Erwachsenen. Abstrakt zu denken wird Kindern nicht in die Wiege gelegt, sondern entwickelt sich in der Regel erst ab 12 Jahren. Das ist bei Fragen und der Bewertung von Antworten unbedingt zu berücksichtigen!

7. Über Skalen lässt sich nicht streiten.
Es empfiehlt sich, möglichst einheitliche und kurze Skalen für die Befragung von Kindern und Jugendlichen zu verwenden.

8. Zeit ist ein relativer Begriff.
Kinder lernen erst im Laufe der Entwicklung Zeiträume richtig einzuschätzen oder Durchschnittswerte zu berechnen. Das muss man bei der Fragebogenkonstruktion beachten.

9. Marke ist gleich Produkt ist gleich Marke.
Kinder entwickeln erst spät ein Bewusstsein für verschiedene Marken. Will man genau wissen, auf welche Marke sich das Kind bezieht, muss das Produkt eindeutig identifiziert werden.

10. Rechtschreibfehler helfen Ihnen weiter.
Wie immer in der Marktforschung stellt sich die Frage, wer an der Umfrage teilgenommen hat. Durch verschiedene Indikatoren kann man herausfinden, ob das Kinder oder ein Elternteil an der Umfrage mitgemacht haben.

Diese zehn Punkte sind Bestandteil der 10-Praxis-Tipps-Serie, die regelmäßig von planung & analyse veröffentlicht wird. Die Serie wird herausgegeben von Dr. Gwen Kaufmann (planung & analyse) und Uwe Matzner (research tools).

Hier geht's zu den bisher erschienenen 10-Praxis-Tipps
Nähere Informationen zu YouGov finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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