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1.030 Euro für das Allernötigste

Die österreichische Wirtschaft hofft darauf, daß die Konsumenten den Euro zur Belebung der Konjunktur endlich munterer rollen lassen als bisher. Es stellt sich die Frage, welcher finanzielle Spielraum in den monatlichen Haushaltsbudgets eigentlich dafür vorhanden ist. Ein österreichischer Durchschnittshaushalt benötigt gegenwärtig 1.030 Euro, um die monatlichen Kosten für Wohnen, Essen, Kleidung und alle unbedingt notwendigen Ausgaben bestreiten zu können. Es bleiben dann noch 400 Euro für Sonderausgaben oder Sparrücklagen übrig. Die Mindestaufwendungen unterscheiden sich erwartungsgemäß vor allem innerhalb der Haushaltsgrößen sehr stark. Singles kommen im Schnitt mit 800 Euro aus, um die Fixkosten abzudecken, bei Haushalten mit vier oder mehr Personen betragen die zwingend notwendigen Aufwendungen hingegen 1.300 Euro pro Monat.
 
Abgesehen davon hängen die Lebenshaltungskosten auch vom sozialen Status und damit vom Anspruchsniveau der Bewohner ab. Folglich wurden die mit Abstand höchsten Wohn- und Lebenshaltungskosten, allerdings auch die höchsten frei verfügbaren Etats bei Maturanten und Akademikern, Leitenden Angestellten und Beamten sowie bei den Selbständigen und Freiberuflern registriert. Vergleichsweise am bescheidensten sind die Ausgaben für den Lebensunterhalt sowie die erübrigten Beträge für "Extras" bei den einfachen, ungelernten Arbeitern und den Singles, unter denen sich einerseits zahlreiche Pensionisten, andererseits aber auch viele noch im Studium oder im beruflichen Aufbau befindliche junge Menschen befinden. Eine Trendbeobachtung, die sich auf umgerechnete Schillingwerte stützen muß, läßt deutliche Spuren der europaweit angespannten Wirtschaftslage in der vergangenen Dekade erkennen. Aufgrund der vorliegenden Untersuchung haben sich die Gesamteinkommen der Haushalte zwischen 1996 und jetzt um 22 Prozent erhöht; die vordringlichsten Ausgaben für den Haushalt nahmen hingegen um 27 Prozentpunkte zu. Das frei verfügbare Geld für zusätzliche Anschaffungen oder für Rücklagen ist heute lediglich um 11 Prozent höher als vor zehn Jahren.
Quelle: Imas International; office@imas.at

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