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2002 - Erwartungen, Hoffnungen, Befürchtungen

2001 ist doch so anders geworden wie man erhofft hatte: schlechte Konjunkturzahlen aus der Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt– und dann kam der 11. September mit dem unfassbaren Schrecken eines islamistischen Terrorismus. Nur 42 Prozent der Bevölkerung gehen mit guten Hoffnungen ins neue Jahr, 19 Prozent schauen mit Befürchtungen in die nächste Zukunft und 28 Prozent mit Skepsis.
 
Die Ergebnisse der sogenannten Allensbacher Neujahrsfrage haben sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte zu einer regelrechten Stimmungsbarometerkurve entwickelt, die auch für die Geschichte der Republik hochinteressant ist. Nur sechsmal hat es niedrigere Hoffnungswerte gegeben als in diesem Dezember: 1950 zur Zeit des Koreakrieges, 1973 zur Zeit der Ölkrise, zu Beginn der 80er Jahre als Reaktion auf kritische Zahlen aus der Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt, die zu einem Regierungswechsel führten, und in der ersten Hälfte der 90er Jahre, als ebenfalls die Konjunkturkrise abwärtsdümpelte.
 
Der nun mit 42 Prozent niedrige Hoffnungswert vom Dezember beschreibt nicht die unmittelbare Reaktion auf die Terrorereignisse in den USA. Schon im August hatten nur noch 46 Prozent der Deutschen gute Hoffnungen für die nächsten 12 Monate. Nach den Terroranschlägen im September war dann die Zahl rasant auf 30 Prozent zurückgefallen. Inzwischen hat die Stimmung der Bevölkerung wieder aus ihrem radikalen Gefühl von Depression herausgefunden.
 
Dass die Deutschen stimmungsmäßig seit dem Oktober jedoch wieder von 30 auf 42 Prozent ein Stück weit aus dem Tief und aus der Mutlosigkeit herausgefunden haben, ist immerhin ein gutes Zeichen.
Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach, presse@ifd-allensbach.de

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