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5. NEON-Plenum am 1. März 2002 in Frankfurt

Mehr als 40 Teilnehmer engagierten sich intensiv und lebhaft auf dem nun schon 5. NEON-Plenum. Getroffen hat man sich wieder bei planung & analyse, Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Moderatorin, Dr. Karin Dürr, Chefredakteurin von planung & analyse, referierte Heiko Wieandt, Marktforscher bei T-Systems International, Frankfurt, über das dort installierte Mafo-Portal und die Erfahrungen mit einem solchen. In der anschließenden Diskussion machte Wieandt deutlich, dass er und sein Team nicht die Fragen der Marktforscher im Hause lösen können, auch nicht sollen, sondern, dass er Beratungsangebote mache und Lösungsansätze vorstelle, auch methodische Unterstützung biete, dass man gemeinsam über Forschungswege überlege, um bestmögliche Unterstützung und Informationstransfer zu geben. (In Kürze hier zum Downloaden.)
 
Auf diesen sehr praxisorientierten Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion zur Situation und Lage der betrieblichen Marktforscher. Denn genau das sei der Punkt: Die anfragenden Abteilungen verlangten oft konkrete Antworten auf ihr Problem, das aber nur gemeinsam und im Diskurs gelöst werden kann und nicht ad hoc. Die Marktforscher, so einige Teilnehmer, wären ja nur selten en detail in den Fragen des Marketings und Vertriebes involviert. Das führe dann mitunter dazu, dass sich Marktforscher sehr ausgiebig, auch zu ausschweifend, über Forschungsmöglichkeiten, insbesondere methodische Fragen ausließen. Eine gewisse Selbstverliebtheit in Fachtermini sei immer wieder bei einigen Marktforschern anzutreffen. Marktforscher, so war man sich einig, müssen ihre Beratungsmöglichkeiten und Leistungen konstruktiv nach außen und nach innen verkaufen, sie müssen sich als Beratungspartner darstellen und auch eine Sprache pflegen, die vom Partner in Marketing, Vertrieb und Strategie verstanden wird. Selbstbewusst wehren müssen sie sich aber auch gegen Versuche der Einvernahme durch diese Partner, es gelte Eigenständigkeit zu beweisen. Das insbesondere deshalb, da Marktforschung in den Unternehmen in der Regel Stabstelle ist und keine eigenen Umsätze vorlegen kann. Alle waren sich einig, dass man die Position der betrieblichen Marktforscher stärken müsse und dass dies eine offensive Selbstdarstellung verlangt. Wie man sich am besten intern präsentiert, soll in einer Checkliste vom BVM gemeinsam mit NEON erarbeitet werden.
 
Nach dieser Diskussion berichtete Dr. Frank Knapp aus der „AG Methoden“ von seinem Gespräch mit der AG.MA über die Möglichkeit, dort Daten für die von NEON geplante Referenzdatei für Online-Forschung zu erhalten. Die Möglichkeiten der AG.MA-Daten wurden denen einer eigenen Erhebung, alle Mängel oder Vorteile, gegenübergestellt. Christiane Heckel, die bereits in den letzten Plena ausführlich über die Referenzdatei referierte, ergänzte die Informationen insbesondere für die Teilnehmer, die erstmals bei NEON dabei waren.
 
Nach wie vor problematisch ist die Sache der Finanzierung, am Gelde hängt es auch hier. Welche Vorteile hat eine NEON-Referenzdatei? Welche Durchsetzungskraft ist einem NEON-Gütesiegel zuzutrauen? Wer hat ein Interesse an einer Referenzdatei und greift tief in die Tasche? Warum sollte man sich beteiligen, wenn man bisher auch so gut gefahren ist, ja, mehr noch, wenn das vielleicht schlafende Hunde weckt? Das waren nur einige der Diskussionspunkte, die offen und unverkrampft diskutiert wurden. Nach einer kurzen Abstimmung wurde man sich einig, dass der Ball zunächst an die „AG Methoden“ zurückgeworfen wird und diese AG die Vorteile, Nachteile, Optionen, Möglichkeiten und auch die Schwachstellen herausarbeitet, so dass im nächsten Plenum über die drei Alternativen, AG.MA-Daten, NEON-Daten, gar keine Daten, dann endgültig und verbindlich abgestimmt wird.
 
Dr. Knapp informierte über eine NEON-Umfrage und gab den Stand der Online-Forschung wieder. (In Kürze hier zum Downloaden.)
 
Im Anschluss daran wurde eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen: „AG Qualitative Methoden in der Online Marktforschung“, kurz „AG Quali“. Diese Arbeitsgruppe trifft sich das erste Mal am 26.4.2002, vermutlich in Düsseldorf, das ist noch etwas offen. Wer Interesse hat, möge sich mit planung & analyse in Verbindung setzen oder sich direkt über die BVM-NEON-Site anmelden.
 
Das nächste Plenum wird am 24. Mai sein, wieder bei planung & analyse in Frankfurt – eine Einladung der Hamburger Institute, dass man sich doch mal dort trifft, fand (vorerst) keine Mehrheit in der Abstimmung. Aber die Hamburger wollen sich was einfallen lassen, um einen Anreiz zu schaffen. Lassen wir uns überraschen!
Quelle: planung & analyse, redaktion@planung-analyse.de

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