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Acht von zehn Europäern spüren Auswirkungen von Umweltproblemen im Alltag

Acht von zehn Europäern (78 Prozent) sind der Ansicht, dass sich Umweltprobleme direkt auf ihr tägliches Leben auswirken, nur zwei von zehn Europäern (19 Prozent) spüren diese Auswirkungen nicht, darunter auch drei von zehn Deutschen.
 
Die Befragung von über 26.700 Personen in allen 27 Mitgliedsländern der EU zeigte jedoch auch deutliche Länderunterschiede. So sind in Griechenland (98 Prozent) und Zypern (96 Prozent) beinahe alle Bürger der Meinung, dass sich Umweltprobleme direkt auf den eigenen Alltag auswirken. Auch Malta (92 Prozent), die Slowakei (91 Prozent) und Italien (90 Prozent) erscheinen als Länder, in denen Umweltprobleme stark wahrgenommen werden. In Schweden (61 Prozent) und Dänemark (59 Prozent) werden Umweltprobleme von nicht einmal zwei Dritteln der Bürger im Alltagsleben wahrgenommen.
 
Deutschland liegt in dieser Frage etwas unter dem EU-Durchschnitt. Sieben von zehn Deutschen (71 Prozent) sehen hier konkrete Auswirkungen von Umweltproblemen auf ihr Leben. Ein geringeres Problembewusstsein zeigt sich außer in Schweden und Dänemark nur noch in Luxemburg (68 Prozent) und den Niederlanden (64 Prozent).
 
Deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Europa gibt es dabei nicht. Allenfalls lässt sich sagen, dass junge Europäer im Vergleich zu den älteren ein wenig seltener angeben, die Auswirkungen von Umweltproblemen im täglichen Leben zu spüren. Die Studie zeigt ebenfalls, dass der Klimawandel auf der Liste der Umweltsorgen der Europäer an erster Stelle steht. Die Mehrheit (57 Prozent) nennt dieses Problem als eines der fünf Umweltprobleme, die derzeit am meisten Besorgnis erregen. Die Verschmutzung der Meere und anderer Gewässer (42 Prozent), Luftverschmutzung (40 Prozent) und von Menschen verursachte Katastrophen wie Ölpest oder Unfälle in der Industrie (39 Prozent) bereiten ebenfalls etwa vier von zehn Europäern große Sorgen. Drei von zehn Europäern sind vor allem über Naturkatastrophen (32 Prozent) und Gesundheitsprobleme durch den Einsatz von Chemikalien in alltäglichen Produkten (32 Prozent) besorgt, gut ein Viertel sorgt sich mit am meisten um den Raubbau, der an natürlichen Ressourcen betrieben wird (26 Prozent). Der Verlust der Artenvielfalt bereitet ebenfalls knapp einem Viertel der Europäer Sorgen (jeweils 23 Prozent). In Bezug auf die Landwirtschaft haben ebenso viele Europäer Bedenken wegen der Umweltverschmutzung durch Pestizide oder Düngemittel (23 Prozent), zwei von zehn sehen den Einsatz genetisch veränderter Organismen als problematisch an (20 Prozent). Seltener nennen die Europäer die Probleme in Städten (15 Prozent), Auswirkungen des gegenwärtigen Verkehrs (12 Prozent), die eigenen Konsumgewohnheiten (11 Prozent) oder Lärmbelastung (8 Prozent) als besonders besorgniserregende Umweltthemen.
 
Bereits 2004 war diese Frage schon einmal in einer Eurobarometer-Befragung gestellt worden, damals jedoch nicht in Bulgarien und Rumänien, da diese Länder der EU noch nicht beigetreten waren. Zwar hat sich generell an den Umweltsorgen der Europäer seither nur wenig verändert, doch bereitet heute im Vergleich zu 2004 der Klimawandel den Europäern deutlich mehr Sorgen (plus 12 Prozentpunkte). Etwas seltener werden heute die Wasser- und Luftverschmutzung (jeweils minus 5) und von Menschen verursachte Katastrophen (minus 7) zu den besorgniserregendsten Themen gezählt. Weiterhin führen diese vier Themen jedoch die Sorgenliste der Europäer an.
 
Es fällt auf, dass in den 15 Ländern die der EU vor 2004 beigetreten sind, der Klimawandel häufiger als Problem genannt wird als in den 12 neuen Mitgliedsländern (58 : 51 Prozent). Doch auch in den neuen Mitgliedsländern zeigen sich die Bürger heute besorgter über den Klimawandel als es noch 2004 der Fall war. So hat sich der Anteil derjenigen, die dieses Problem mit besonderen Bedenken verfolgen, in Zypern, Ungarn und Slowenien in den letzten vier Jahren um jeweils über 20 Prozentpunkte erhöht. Dass in den Staaten des Baltikums, Estland (64 Prozent), Litauen (58 Prozent) und Lettland (55 Prozent) die Wasserverschmutzung auf der Liste der Umweltthemen ganz oben steht, mag zumindest teilweise an der Verschmutzungsproblematik in der Ostsee begründet liegen. Doch auch in Tschechien (54 Prozent) wird Wasserverschmutzung am häufigsten als besorgniserregendstes Problem genannt. In Malta (64 Prozent) und Bulgarien (50 Prozent) gilt hingegen die Verschmutzung der Luft als dringlichstes Umweltthema.
 
Quelle: TNS Infratest www.tns-infratest.com

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