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Agof: Reichweitenstudie überarbeitet

Die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (Agof) hat ihre Reichweitenstudie grundlegend überarbeitet. In der Internet Facts 2010/I sowie der MA 2010 Online I der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA), die am Donnerstag erscheinen, kommen die Neuerungen erstmals zum Tragen.

 
Analog zu anderen MA-Studien der AG.MA wurde auch in der MA Online und der Internet Facts die Grundgesamtheit ausgeweitet. Neben Deutschen werden künftig EU-Ausländer und weitere deutschsprachige Ausländer ab dem Alter von 14 Jahren berücksichtigt. Die Zahl der Onliner steigt damit von 43,5 Millionen auf rund 48 Millionen an.


Darüber hinaus wurde die Definition der so genannten Multi-Client-User angepasst. Darunter sind Nutzer zu verstehen, die über unterschiedliche Rechner an verschiedenen Orten mit teilweise unterschiedlichen Nutzungsprofilen ins Internet gehen. Während die Agof bisher bei einem Multi-Client-User maximal nur zwei Rechner erfasst hat, werden in Zukunft bis zu vier Rechner beziehungsweise Browser berücksichtigt. Im Zuge der Neudefinition steigt der Anteil der Multi-Client-User in der Reichweitenstudie von 37 Prozent auf rund 75 Prozent.


Die dritte Veränderung der Internet Facts betrifft die Reichweitenerhebung. In der Internet Facts 2010/I wird eine neue Telefonbefragungswelle verwendet, so genannte Computer Assisted Telephone Interviews (Cati). Hier hat sich gezeigt, dass die Internetnutzerschaft noch weiter gestiegen ist. Inzwischen surfen rund 75,5 Prozent der Gesamtbevölkerung im Web.
 
Die genannten Neuerungen in der Studie führen durchschnittlich über alle Online-Angebote hinweg zu einem Anstieg der Netto-Reichweite. Daher lassen sich die Zahlen der kommenden Internet Facts und MA Online nicht mit früheren Ausweisungen vergleichen. Bei Missachtung behält sich die Agof Berichtigungsansprüche vor. Damit will sie verhindern, dass Vermarkter unberechtigte Jubelmeldungen über angebliche Reichweitensteigerungen hinausposaunen, wie dies beispielsweise bei der Umstellung der MA Radio jüngst der Fall war.

Mit den aktuellen Veränderungen ist die Reform der Internet Facts aber noch längst nicht abgeschlossen, bereits angekündigt sind: Mobile Facts, die die Reichweite von mobilen Angeboten ausweisen soll. Derzeit erfolgt die Erhebung, erste Studiendaten sollen zur Online-Messe Dmexco 2010 im September veröffentlicht werden. Ebenso ist die Entwicklung spezifischer Leistungswerte für Social Media geplant. Weiterhin soll die Page Impression (PI) demnächst neu definiert werden. Während unter einer PI bisher der Kontakt eines Users auf einer Website zu verstehen war, soll in Zukunft eine PI für den Kontakt auf einer potenziell werbeführenden Seite stehen. Auch zeitbezogene Leistungswerte will die Agof in Zukunft ausweisen, was besonders für Streaming-Inhalte wichtig ist.
Quelle: Agof

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