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Aktionärskultur gibt es doch

Um eine feindliche Übernahme zu verhindern, greift der Kasseler Rohstoffkonzern Kali + Salz zu einem ungewöhnlichen Mittel: eine Befragung der Aktionäre.

Die Potash Corporation of Saskatchewan Inc. hat den Aktionären des Düngemittel- und Streusalzhersteller Kali + Salz ein Übernahmeangebot gemacht. Mit 41 € bewerten die Kanadier eine Aktie. Derzeit liegt der Aktienkurs bei 37,68 Euro. Die Unternehmensleitung lehnte die Kooperationsvereinbarung mehrfach ab und stufte sie als feindliche Übernahme ein. Es bestehe die Sorge, dass die Transaktion Standorte und Arbeitsplätze gefährde, hieß es.

Gleichzeitig gab der Vorstand eine Befragung der 30 Prozent privater Anteilseigner in Auftrag. „Wir wollten die Meinung dieser Gruppe erfahren“, berichtet Thorsten Boeckers, Leiter Investor Relations bei dem Konzern. Die Ergebnisse der Marktforschung liegen jetzt vor. Mehr als 39.000 (ca. 28 Prozent) der etwa 140.000 angeschriebenen Privataktionäre nahmen an der Befragung teil. „Die Rücklaufquote hat uns überwältigt“, sagt Boeckers.

Laut Kali + Salz haben 84 Prozent der Befragten geantwortet, sie würden das Übernahmebegehren der Potash Corp. ablehnen. Ein Angebot von 41 Euro pro Aktie würden nach eigenen Angaben nur 4 Prozent der Privatanleger annehmen. Und 43 Prozent der Privatanleger würden bei einem Übernahmeangebot die Stellungnahme des Managements abwarten. 28 Prozent der Privatanleger würden sogar ein deutlich höheres Übernahmeangebot annehmen.

Darüber hinaus ergab die Befragung, dass 72 Prozent der Aktionäre sich von K+S gut informiert fühlen, aber nur 55 Prozent vom Konkurrenten Potash. Die Befragung wurde von Delphi Research in Berlin durchgeführt.  (hed)

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