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Aktuelle Trends auf dem westeuropäischen Kinomarkt

Die Zahl der Kinobesucher in Westeuropa betrug im Kinojahr 2004 insgesamt 896,6 Millionen. Damit wurden knapp 50 Millionen mehr Besucher als in 2003 gezählt. In Bezug auf die Umsätze gab es 2004 drei Kinomärkte, welche die Ein-Milliarden-Dollar-Grenze erreicht haben: Frankreich, Großbritannien und erstmals auch Deutschland. Großbritannien, Irland, Griechenland und Österreich sind die Märkte, die im europäischen Vergleich innerhalb der nächsten fünf Jahre den stärksten Anstieg bei den Besucherzahlen verzeichnen werden. Die Entwicklungen der ersten Jahreshälfte 2005 lassen erwarten, dass es im aktuellen Kinojahr einen leichten Rückgang bei der Anzahl der Kinobesucher gibt.
 
Auch 2005 ist der europäische Kinomarkt von weitreichenden Konsolidierungsprozessen führender Kinobetreiber gekennzeichnet. Venture-Capital-Gesellschaften sind nach wie vor aktiv und interessiert, Kinoketten zu übernehmen. In Großbritannien werden schon heute die Top-Five-Kinobetreiber von drei Venture-Capital-Firmen kontrolliert, darunter die britische Beteiligungsgesellschaft Terra Firma Capital Partners, die sich europaweit zum führenden Kinobetreiber entwickelt hat. Die neuen Eigentümer müssen erhebliche Anstrengungen unternehmen, um ihre Investitionen profitabel zu machen. Vor dem Hintergrund absehbar rückläufiger Besucherzahlen im Kinojahr 2005 und einem nur leichten Wachstum bis 2009 sind Kostenreduzierungen und Rationalisierungsaktivitäten unabdingbar. In Westeuropa ist 2004 die Anzahl von Kinosälen, die mit High-End-Digitalprojektoren für die digitale Ausstrahlung von Kinofilmen ausgerüstet sind, um stolze 83 Prozent angestiegen. Dieses starke Wachstum ist ein sicherer Indikator dafür, dass die Digitalisierung des Kinos nach jahrelangem Zögern endlich in Schwung gekommen ist. Zu den in Europa führenden Märkten bei der Digitalisierung des Kinos gehören Belgien und Großbritannien.
 
Der Zuwachs an Kinosälen war bislang immer einer der wichtigsten Impulsgeber für höhere Besucherzahlen. In 2004 aber ist die Gesamtzahl der Kinoleinwände in Westeuropa mit nur 1,5 Prozent kaum gestiegen. Der stagnierenden Zahl der Kinoleinwände steht ein kontinuierliches Wachstum der Multiplex-Kinos gegenüber. Mehr als die Hälfte der Kinosäle war 2003 in Multiplexen beheimatet. Bis 2009 wird sich die Zahl auf knapp 60 Prozent erhöhen. Während sich in Deutschland und Frankreich die Ausbreitung von Multiplex-Kinos mittlerweile verlangsamt hat, gibt es in Italien, Griechenland und Portugal noch Wachstumspotenzial. Der Preis für ein Kinoticket lag Ende 2004 in Westeuropa bei durchschnittlich 5,80 Euro. Dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre um weitere zehn Prozent zulegen werden, wird auch künftig durch die Zunahme der Multiplex-Kinos gefördert.
Quelle: Goldmedia GmbH; www.goldmedia.de

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