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Asiens Konsumenten im Höhenflug, Europäer blasen Trübsal

Während die meisten europäischen Konsumenten nach wie vor sorgenvoll in die Zukunft blicken, herrscht in Asien deutlich Optimismus vor. Grund für die positiven Aussichten in Asien ist der Wirtschaftsboom in China und Indien, den beiden größten und wachstumsstärksten Märkten weltweit. Europas wichtige Ländermärkte Deutschland, Frankreich und Italien hingegen leiden derzeit unter Stagnation oder sogar Negativwachstum, steigenden Arbeitslosenzahlen und hier und da auch unter politischer Instabilität. Bei acht Prozent Wachstum pro Jahr verfügen Verbraucher in China und Indien heute über so viel Kaufkraft wie schon seit langem nicht mehr. In beiden Ländern geht es steil bergauf: Es gibt ausreichend Arbeitsplätze, die Investitionen in Infrastruktur nehmen stetig zu, und die Währungen sind stabil. Europa liefert das Kontrastprogramm: Hier ist die Mehrzahl der Konsumenten unschlüssig, ob der Tiefpunkt denn nun erreicht ist oder ob es gar noch schlimmer kommt. Mit einem Aufschwung wird in naher Zukunft nicht gerechnet, speziell auch nicht in Deutschland. In der weltweiten Top Ten der pessimistischsten Länder rangiert Deutschland auf Platz vier hinsichtlich negativer Wirtschaftsaussichten für die nächsten zwölf Monate.
 
Im letzten halben Jahr waren Norwegen, Dänemark und Polen die einzigen europäischen Länder, in denen die Verbraucher signifikante wirtschaftliche Verbesserungen zu verspüren glaubten. Für die kommenden zwölf Monate erwartet rund die Hälfte der Bevölkerung in Russland, Irland und Polen einen weiteren konjunkturellen Aufschwung. Im Gegensatz dazu wappnen sich die Verbraucher in Griechenland (54 Prozent), Frankreich (53 Prozent), Italien (46 Prozent) und Deutschland (44 Prozent) für noch schwerere Zeiten. Mit Ausnahme von Irland, Russland und Norwegen machen sich die Europäer auch in puncto Arbeitsplatzsituation für die nächsten zwölf Monate keine allzu großen Hoffnungen. Zwanzig Prozent der deutschen Verbraucher halten ihre Aussichten am Arbeitsmarkt für schlecht. Mit dieser pessimistischen Sicht liegt Deutschland weltweit ganz oben auf Platz vier aller befragten Nationen. Nur die Griechen, Koreaner und Portugiesen sehen ihren beruflichen Aussichten noch negativer entgegen. Im europäischen Durchschnitt sind es nur elf Prozent, die so negativ in die Zukunft blicken.
 
Weltweit sind sich die Verbraucher in zwei Punkten einig: 50 Prozent bewerten ihre derzeitige und künftige persönliche finanzielle Situation zwar als gut, sind aber dennoch der Ansicht, momentan sei nicht der richtige Zeitpunkt zum Geldausgeben. Selbst in den Boomländern China und Indien stecken die meisten Konsumenten ihr neues, hart verdientes Geld lieber in Spareinlagen. Bei den Hauptverwendungszwecken für das frei verfügbare Einkommen nach Deckung der Lebenshaltungskosten ergeben sich je nach Region ganz unterschiedliche Verhaltensmuster. Global betrachtet steckt über ein Drittel aller Konsumenten sein Geld in Spareinlagen, gefolgt von Out-of-Home-Entertainment, Ferien/Reisen und neue Kleidung. In Deutschland stellen sich die Nennungen hinsichtlich der Verwendung von frei verfügbarem Einkommen wie folgt dar (Mehrfachnennungen möglich): Out-of-Home-Entertainment (38 Prozent), Abzahlen von Schulden/Krediten/Kreditkarten (33 Prozent), Ferien/Reisen (32 Prozent), neue Kleidung (31 Prozent), neue Technologien (25 Prozent), Altersvorsorge (24), Spareinlagen (21 Prozent), Umbaumaßnahmen/Innendekoration (19 Prozent) und Investition in Aktien/Investmentfonds (11 Prozent). Immerhin zwölf Prozent der deutschen Befragten gaben an, nach Deckung der Lebenshaltungskosten keine frei verfügbaren Mittel zu haben.
 
Wirtschaftliche Lage, Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheit sind die Themen, um die sich die Verbraucher weltweit am meisten Sorgen machen. Die größten Sorgen der Deutschen sind derzeit die wirtschaftliche Entwicklung, gefolgt von Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheit. Das Thema Gesundheit hat in den letzten sechs Monaten vor allem in Europa enorm an Bedeutung gewonnen. Die Gründe dafür sind in der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft und dem gesamteuropäischen Trend zu Kürzungen im Gesundheitswesen zu sehen. In fast jedem Land wächst der öffentliche Druck zur Verbesserung und Modernisierung des Gesundheitswesens. Auf diesen Punkt werden sich die Ängste und Sorgen der Verbraucher wohl künftig immer stärker konzentrieren.
Quelle: AC Nielsen; www.acnielsen.de

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