ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Atomkraft "nein danke" - aber Strom aus erneuerbaren Energien darf nicht mehr kosten

Atomkraft soll nicht staatlich subventioniert werden, da sind sich die Bewohner von vier der fünf großen Europäischen Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien) und der USA einig.
 
Wie die neusten Financial Times/Harris Poll Ergebnisse belegen, ist diese Ablehnung unter den Deutschen besonders deutlich, denn zwei Drittel lehnen eine solche Subventionierung ab. Lediglich die Italiener sind mehrheitlich (62 %) für eine staatliche Subventionierung von Atomkraft. Die Studie zeigt auch, dass die Einstellungen gegenüber dem Neubau von Atomkraftwerken international sehr unterschiedlich sind. Mehrheiten in Italien (Zustimmung 58 %) und - weniger deutlich - den USA (Zustimmung 52 %) befürworten den Bau neuer Atomkraftwerke. In Großbritannien (Ablehnung 55 %) und Frankreich (Ablehnung 51 %) wird der Neubau von Atomkraftwerken mehrheitlich abgelehnt, besonders deutlich in Spanien (Ablehnung 68 %) und Deutschland (Ablehnung 64 %).
 
Doch wie soll die Energie zukünftig erzeugt werden? Dem deutlichen Ausbau von Windkraftanlagen wird in allen sechs Ländern mit großen Mehrheiten zugestimmt. Besonders groß ist diese Zustimmung in den USA (92 %), Italien (91 %) und Spanien (90 %). In Deutschland, wo bereits sehr viele Windkraftanlagen installiert sind, fällt diese Zustimmung im Vergleich am schwächsten aus (79 %).
 
Mehr bezahlen für Energie aus erneuerbaren Ressourcen wollen nur wenige. Die Mehrheit der für das Bezahlen der Energierechnungen Verantwortlichen in Großbritannien (54 %) und die Hälfte in Deutschland würde nichts zusätzlich für Strom aus erneuerbaren Energien zahlen. Von denen, die in allen Ländern bereit sind, mehr für Strom aus erneuerbaren Energien zu zahlen, ist die Mehrheit jedoch nur bereit, bis zu 5 % mehr auszugeben. Die Spanier wären am ehesten bereit, mehr für Strom aus erneuerbaren Energien auszugeben - hier lehnt es nur gut ein Drittel (35 %) vollkommen ab, mehr zu bezahlen. Wird die Frage nach der Mehrzahlungsbereitschaft für erneuerbare Energien in Euro, Pfund bzw. Dollar spezifiziert, so sind die Reaktionen noch negativer. Über zwei Drittel der Deutschen, Franzosen und US-Amerikaner, drei von fünf Spaniern und auch über die Hälfte der Italiener, die für das Zahlen der Energierechnungen im Haushalt ver-antwortlich sind, sind nicht bereit, den von der EU-Kommission geschätzten zusätzlichen monatlichen Betrag von 150 Euro (£110 bzw. $220) für die Reduzierung der Emission von Treibhausgasen und für mehr erneuerbare Energien zu bezahlen.
 
Einig sind sich die Befragten aller sechs Länder hinsichtlich der Einschätzung von Russland als Energielieferanten. Mindestens zwei Drittel der Befragten in allen sechs Ländern würde es generell eher missfallen, Gas und/oder Strom von einer russischen Firma zu beziehen. Allerdings ist diese Ablehnung eher eine Tendenz, da der Bezug von Energie von einem russischen Unternehmen der Mehrheit eher missfallen als gefallen würde, nur ein geringer Anteil würde dies vollkommen ablehnen. Auch die Zuverlässigkeit Russlands in der Energieversorgung wird deutlich bezweifelt. Die Mehrheit in allen sechs Ländern sieht Russland als einen eher unzuverlässigen Energielieferanten an, wenngleich auch nicht vollkommen unzuverlässig. Die Italiener sind sich in dieser Frage am wenigsten einig, da nur knapp über die Hälfte (54 %) Russland als unzuverlässigen Energielieferanten einstuft, etwas weniger als die Hälfte (46 %) Russland hingegen für zuverlässig halten.
 
Quelle: Harris Interactive; www.harrisinteractive.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email