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Aufwärtstrend lässt auf sich warten

Die Hoffnung auf eine Erholung der konjunkturellen Entwicklung ist auch im Monat Mai vergeblich. Der Wert des Indikators Konjunkturerwartung sank geringfügig und machte den Anstieg im Vormonat fast völlig zunichte. Im Gegensatz dazu zeigt die Einkommenserwartung der deutschen Verbraucher mit einem Wert von plus drei eine leichte Tendenz nach oben. Dagegen verlor die Anschaffungsneigung zum zweiten Mal in Folge über sieben Punkte. So die von der GfK durchgeführte Konsumklima-Studie für den Monat Mai im Auftrag der Europäischen Kommission.
 
Beim deutschen Verbraucher ist nach dem Ende des Irak-Kriegs der Alltag zurückgekehrt. Innenpolitische, und hier vor allem wirtschaftliche Themen haben in Deutschland wieder an Bedeutung gewonnen. Die immer noch steigende Arbeitslosigkeit und die anhaltende Diskussion um Haushaltssanierung, Wirtschaftsentwicklung und Reformpläne in Deutschland sorgen dafür, dass die Erwartungen der Verbraucher eher zurückhaltend bleiben. Während die für den ifo-Geschäftsklimaindex befragten Unternehmen das Ende des Irak-Kriegs und den Aufschwung der internationalen Börsen positiv aufnehmen, fühlen sich die Verbraucher nach wie vor verunsichert.
 
Ausblick
Vor dem Hintergrund der aktuellen Verbraucherstimmung wird das Konsumklima stagnieren. Für Juni prognostiziert der Indikator einen Wert von 3,8 Punkten (nach 3,6 Punkten im Mai). Zwar scheint der Abschwung der Konsumstimmung der Deutschen inzwischen gestoppt, doch sind in absehbarer Zeit von Verbraucherseite keine nennenswerten Impulse für eine grundlegende Stimmungsbesserung zu erwarten. Die schwache Konjunkturentwicklung, die Arbeitsmarktflaute und die Unsicherheiten über Ausmaß und Wirkung künftiger Reformen verhindern, dass sich das Konsumklima nachhaltig verbessert.
Quelle: GfK Marktforschung, Nürnberg; Rolf Bürkl

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