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Berufssituation für ostdeutsche Frauen verschlechtert sich

Seit der Wende ist die Arbeitslosigkeit unter den Frauen in Ostdeutschland stetig gestiegen und liegt derzeit bei 20,9 Prozent. Trotz der Verschlechterung der eigenen Situation nach der Wiedervereiningung wünscht sich die überwältigende Mehrheit der ostdeutschen Frauen nicht in die Zeit vor der Wende zurück. Dies ergab eine qualitative Studie unter Frauen im Alter von 25-45 Jahren in den neuen Bundesländern.
 
Im Gegensatz zur Vorwendezeit können sich alleinstehende Frauen mit Kindern Kindergärten und -tagesstätten nicht mehr leisten, sie sind auf das Sozialamt angewiesen. Das durchschnittliche (Netto-)Einkommen einer berufstätigen Frau im Osten Deutschlands beträgt DM 1300, ein Kindergartenplatz kostet jedoch DM 300 bis DM 400 je Kind pro Monat. Auch eine ganztägige Kinderbetreuung würde die Aufrechnung gegen das erreichbare Einkommen durch bezahlte Arbeit nicht standhalten, so dass die befragten Frauen Einkünfte durch Sozialhilfe vorziehen.
 
Als Konsequenz hat sich vornehmlich bei Frauen, die über einen längeren Zeitraum hinweg arbeitslos gewesen sind, ein Einstellungswandel weg vom Beruf hin zur Familie vollzogen. Da das ehemalige Kollektiv nicht mehr existiert, ist die Familie zum Fluchtpunkt und Halt für die ostdeutsche Frau geworden.
Quelle: MWResearch GmbH; kerstin.busching@mwresearch.de

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