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Editor's Pick


Bewegende Mobilität

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Die Fachleute sind sich einig. Autonom agierende Fahrzeuge sind bald Realität auf unseren Straßen – seien es automatische Taxiflotten, Pkw im Individualbesitz oder Nutzfahrzeuge. Noch ist vielen Verbrauchern die Vorstellung nicht geheuer. Einparkhilfen und Geschwindigkeitsregler kommen hingegen gut an.

Der Vater setzt sein Baby im Kindersitz vorsichtig ins Auto. Er selbst steigt dazu. Erst in der nächsten Einstellung wird deutlich, dass er es sich auf dem Rücksitz bequem gemacht hat und liest. Hinter dem Steuer sitzt das Baby, das freilich nur fröhlich in die Abendlandschaft guckt und lacht. Begleitet wird der Werbespot von dem Beatles-Song „Baby you can drive my car“.

Im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt wollte Mercedes Benz mit diesem Spot die Zukunft des Autofahrens zeigen. Das Auto „F015 Luxury in Motion“ gibt es bereits, wenn auch nur als Forschungsfahrzeug. Der Automobilkonzern aus Stuttgart will zeigen, dass die Mobilität von Morgen nicht nur den Verkehr, sondern auch die Gesellschaft verändert. Mit „Quality Time“ bewirbt der Konzern das autonome Fahren und fragt die Besucher seiner Webseite, „Was könnten Sie mit der Zeit, wenn Sie von A nach B fahren, sinnvoll anfangen?“.

Foto: America's Power Companies / wikimedia 

 Foto: America's Power Companies / wikimedia

Es geht nicht nur um den Individualverkehr. Vor allem auch Lkw-Fahrer und ihre Auftraggeber könnten profitieren, glaubt das Unternehmen. Der Highway Pilot des Future Truck lenkt, bremst und beschleunigt selbständig. Ermöglicht wird dies durch Kameras, Sensoren und Radar, Satellitenortung aber auch durch den Datenaustausch mit anderen Fahrzeugen. Kein Thema wird in der Autoindustrie so heiß diskutiert wie das autonome Fahren. Es ist längst keine Spinnerei mehr, sondern hat hohe Priorität in der Branche, vielleicht höhere als der Elektroantrieb.

Noch steht in Deutschland die emotionale Entscheidung für eine Automarke klar vor der rationalen Beurteilung eines neuen Autos. Zu diesem Ergebnis kommt der Marktforscher BrainJuicer. Er hat 750 deutsche Autofahrer im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Jede Automarke erhielt eine bestimmte Zahl an Sternen, die die emotionale Stärke der Marke widerspiegelt. Unter den getesteten Automarken sind VW und BMW eindeutig die stärksten Marken, dicht gefolgt von Mercedes. Alle drei Marken erhalten mit vier Sternen eine besonders hohe Bewertung. Mini erzielt als einzige Automarke in diesem Test drei Sterne, alle übrigen getesteten Marken sind deutlich abgeschlagen und erreichen lediglich zwei Sterne.

Aber die Zeiten, als das Auto der Deutschen liebstes Kind war, sind vorbei. Die Generation Y hat bei der individuellen Mobilität schon ganz andere Ansprüche als ihre Eltern. Das Auto habe als Statussymbol ausgedient, es werde zum Gebrauchsgegenstand. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschers Prophet, der Konrad Weßner von puls freilich widerspricht.

Für manchen jungen Konsumenten hat das neueste Smartphone jedoch einen höheren Stellenwert als das aktuellste Automodell. Und das Smartphone selber wird zur Mobilitätslösung für die Generation der unter 30-Jährigen und koordiniert Dienste wie Car-Sharing, Bahn- und Busfahrten oder Mitfahrgelegenheiten. Nicht dumm, wenn sich Autohersteller daher in dieses Geschäft mit einmischen. Unter dem Motto „Wer teilt, fährt besser“ wirbt Opel für seine innovative Mobilitätsplattform „CarUnity“. Das Carsharing-Produkt des Rüsselsheimer Autobauers ermöglicht das direkte Mieten und Vermieten von Privatautos.
> Wie Konsumenten die Neuerungen annehmen


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