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Bio bleibt konstant

Öko-Anteile nach Sortimentsbereichen 

 Öko-Anteile nach Sortimentsbereichen

Seit dem Jahr 2004 hat sich der Bio-Anteil an den Gesamtausgaben für Food und Getränke bis heute glatt verdoppelt. Wahr ist allerdings auch: Die Marktanteilszuwächse für Bio-Lebensmittel sind abgeflacht. Im Krisenjahr 2009 stagnierte der Marktanteil und 2010 ist er lediglich um einen Zehntelprozentpunkt gestiegen. Ist die Erfolgsstory von „Bio” vorbei?
 
Zunächst einmal muss man sehen, dass die Verbraucher im Krisenjahr 2009 ihren Bio-Anteil am Lebensmittel und Getränkeeinkauf konstant gehalten haben. Das ist unter diesen Umständen kein Malus, sondern ein Bonus für Bio. Denn angesichts der Krise und der tiefen Verunsicherung der Verbraucher (vor allem, was den Arbeitsplatz betrifft) hätte man sich über ein Absinken des Marktanteils nicht zu wundern brauchen. Andererseits kaufen die Verbraucher nicht in Scharen Bio, seit sie wissen, dass die Krise vorbei ist. Bio bzw. Öko ist also alles andere als ein Selbstläufer. Dies gilt vor allem für den Nahrungsmittelbereich; hier waren die Zuwächse 2010 mit rund zwei Prozent deutlich geringer als in anderen Bereichen.
 
Naturkosmetik sowie Öko-Varianten bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln wuchsen mehr als doppelt so stark, wenngleich auf deutlich niedrigerem Niveau. Papierprodukte sind heute nahezu alle aus recycelten Rohstoffen, Öko als Thema mithin nicht mehr so wichtig.
 
Wachstumstreiber für Bio bei den Nahrungsmitteln sind (in dieser Reihenfolge) Heißgetränke, Konserven, Brotaufstriche, Quark und Frischgemüse, das allerdings das mit Abstand größte Bio-Segment überhaupt ist. Im Gemüsegeschäft und an der Gemüsetheke legen die Verbraucher vor allem beim Einkauf von Möhren und Tomaten wert auf Bio. Deren Anteil an allen Einkäufen in der Kategorie liegt inzwischen bei fast einem Fünftel. Dabei sind Tomaten die mit Abstand umsatzstärkste Kategorie (21%) im Bereich Frischgemüse.
Top-10 Bio-Gemüse 

 Top-10 Bio-Gemüse


 
Bio-Produkte werden schon lange nicht mehr nur im Bio-Fachhandel gekauft. Das liegt einerseits daran, dass immer mehr Produkte und Kategorien eine Bio-Variante haben, oft als Eigenmarke der großen Handelsketten und der Discounter. Doch gerade die haben im Krisenjahr 2009 ihre (teureren) Bio-Angebote wieder reduziert. So drängt sich der Eindruck auf, dass der Handel in Sachen „Bio“ mehr machen könnte und müsste, um die aufkeimende Wachstumsschwäche dieses einträglichen Marktsegments zu durchbrechen. Umfragen im GfK Verbraucherpanel zeigen, dass „Bio“ von den Konsumenten heute kritischer betrachtet wird. Es wird also Zeit, dass Hersteller und Handel etwas für das Image ihrer Bio-Produkte tun. Ein Ansatz dazu wären die Betonung von Werten, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden. Denn diese Aspekte haben bei allen Verbrauchern einen hohen Stellenwert, nicht nur bei denen, die bereits Bio-Käufer sind. Nur zu sagen, dass etwas „bio” ist, wird jedenfalls nicht mehr reichen.
 
Soweit die Analyse des GfK Consumer Index, Total Grocery, 01/2011 GfK ConsumerScan.

Nähere Informationen zur GfK Gruppe finden Sie auch online im p&a Handbuch der Marktforschung.
Quelle: GfK

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