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Bio gedeiht auch in der Krise

Das Angebot von Bio-Produkten im Lebensmittelhandel wird immer vielfältiger und motiviert auch bisherige Nicht-Bio-Käufer zum Konsum. Bereits 86 Prozent aller Haushalte haben im vergangenen Jahr mindestens einmal Produkte aus ökologischer Erzeugung gekauft.
 
Insgesamt summierte sich der im LEH generierte Umsatz mit Bio-Produkten 2008 auf 1,77 Mrd. Euro. Damit steigerte der LEH seinen Bio-Umsatz gegenüber Vorjahr um 321 Mio. Euro oder 22 Prozent. Unter den Geschäftstypen im LEH (inkl. Drogerie- und Getränkeabholmärkte) treiben vor allem die Discounter das Wachstum im Bio-Markt kräftig voran: Sie haben ihren Anteil 2008 auf 37 Prozent ausgebaut. Daneben sind auch Verbraucher- und Supermärkte wichtige Motoren des Bio-Trends.
 
Zu den besonders wachstumsstarken Warengruppen zählen vor allem die umsatzstärksten Bio-Kategorien wie Milch, Joghurt, Milchmischgetränke (inkl. Soja), TK-Gemüse, Müsli und abgepackter Bohnenkaffee. Dabei hat Bio-Qualität auch im vierten Quartal 2008 ihre positive Entwicklung fortsetzen können - trotz der zu diesem Zeitpunkt bereits stark eingetrübten Konjunkturaussichten.
 
Für den Handel wird das Bio-Sortiment weiterhin von hoher Bedeutung sein, weil insbesondere die überdurchschnittlich kaufkräftige Verbrauchergruppe 50+ eine hohe Affinität zu den Themen Ernährung und Ökologie aufweist und sich intensiv über Bio informiert. Und nicht nur das: Der LEH generiert seinen Umsatz mit Bio-Produkten überwiegend durch Stammkäufer. Jeder fünfte Bio-Käufer ist ein Stammkäufer; er konsumiert jedoch drei Viertel der gesamten Einkaufsmenge an Bio-Produkten und lässt aufgrund einer höheren Kauffrequenz in Summe mehr Geld in den Geschäften. Für den Handel ist dies eine wichtige Erkenntnis, denn sie zeigt, dass Bio-Produkte ein geeignetes Instrument für den LEH sind, um Stammkunden zu gewinnen.
 
Dabei spielt eine aus Verbrauchersicht akzeptable Preisstellung für das weitere Vordringen von Bio-Produkten innerhalb der Warengruppen eine wichtige Rolle. Die in verschiedenen Kategorien erhobenen Preisabstände von Bio zu konventionellen Lebensmitteln variieren teils erheblich und erreichen bei Bio-H-Milch mit Abstand den höchsten Wert (177% gegenüber konventioneller H-Milch). Ein höherer Preisabstand wird von den Konsumenten eher akzeptiert, wenn die Produkte über Quali-tätsaspekte wie Geschmack, Genuss, Gesundheit und ökologische Aspekte aufgeladen sind.
 
Das sind die Ergebnisse der Nielsen Bio Trends Deutschland 2009 Studie. Die Datenerhebung erfolgte auf Basis verpackter EAN-codierter Produkte; Obst, Gemüse, Frischfleisch und Eier sind nicht erfasst. Für die Studie wurde das Wachstum der Top-Warengruppen 2006-2008 beobachtet und die Preisabstände zwischen Bio und konventioneller Ware ermittelt.
Quelle: The Nielsen Company; www.www.nielsen.com

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