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Editor's Pick


Blick zurück im Zorn

Auch zum Ende dieses Jahres haben die Jahresrückblicke in den Medien wieder Hochkonjunktur. Welche Ereignisse haben die Menschen emotional bewegt, was hat sie andererseits gleichgültig gelassen, wo haben sie Beifall gespendet? Die Österreicher sind hauptsächlich besorgt über den Anstieg der Kriminalität durch zugereiste Banden aus dem Ausland und die Zunahme der Arbeitslosigkeit. In beiden Fällen erklärten jeweils deutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung, daß ihnen diese Vorgänge zum einen ganz und gar nicht gefielen und daß sie sich innerlich auch sehr damit beschäftigt haben. Kaum geringer war - von knapp jedem Zweiten genannt - die Erregung über die Bestimmungen der Pensionsreform sowie über die Entscheidung der USA für den Krieg im Irak. Ärgernisse von respektablem Ausmaß waren für die Bevölkerung auch nicht zuletzt die Art, wie die Regierung ihre Reformpolitik umsetzt sowie die Selbstmordattentate von Palästinensern in Israel.
 
Neben den genannten Explosivstoffen gibt es einige andere Ereignisse, die großen Gruppen der Bevölkerung zwar ebenfalls nicht gefallen, jedoch gedanklich nicht weiter beschäftigt haben. Dazu zählen insbesondere das harte Vorgehen Israels gegen die Palästinenser, die Bildung der schwarz-blauen Koalition im Februar, die Transitregelung der EU für die LKW-Durchfahrt in Österreich, die Meldungen über den Geburtenrückgang und die Überalterung der Gesellschaft, außerdem die Streiks der Eisenbahner sowie die Osterweiterung der EU durch Aufnahme von zehn neuen Staaten. Alle beschriebenen Geschehnisse bewirkten bei starken Mehrheiten der Bevölkerung innere Abwehrhaltungen, Unterschiede lassen sich nur daran festmachen, dass eine innere Beschäftigung mit den jeweiligen Themen unterschiedlich stark stattfindet.
 
Zumindest ein Ereignis des vergangenen Jahres ließ die Masse der Österreicher ziemlich kalt, nämlich das Ausscheiden unserer Fußballer bei der Qualifikation zur Fußball-EM. Nicht besonders berührt hat die Bevölkerung auch der Streik der AUA-Piloten, zumal davon auch nur eine Minderheit praktisch betroffen war. Anklang und ausdrückliche Zustimmung fand dagegen am ehesten der heiße, trockene Sommer, der allerdings auch nur jedem vierten Österreicher behagte. Sparsamen Applaus bekamen allenfalls noch die Osterweiterung, wenngleich mit einer äußerst mageren Hinweisquote von 14 Prozent und der Eisenbahnerstreik gegen die ÖBB-Reform mit einer Zustimmung von 11 Prozent.
Quelle: Imas International; office@imas.at

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