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Editor's Pick


Der Wandel als Freund

Das Thema Veränderung stand im Mittelpunkt des 2. Designforschungstag in Hamburg. Die Vortragsveranstaltung, die von den Instituten Indeed, Factor Design und mc markt-consult in Hamburg durchgeführt wurde, zeigt Unternehmen, bei denen Design Thinking kein Fremdwort ist.

Karel J. Golta, Indeed; Christian Prill, Factor Design;  Arnd von Romatowski, mc markt-consult (Foto: mc markt-consult) 

 Karel J. Golta, Indeed; Christian Prill, Factor Design; Arnd von Romatowski, mc markt-consult (Foto: mc markt-consult)

Nicht nur die Produkte, sondern alle Abläufe im Unternehmen können und sollten aktiv gestaltet werden. Design Thinking unterstützt bei Innovationen und der Produkt-Neuentwicklung; aber vor allem auch im Wandel. "Transformers - Driving the Change" war das Motto der Veranstaltung in Hamburg, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand und rund 100 Menschen aus Unternehmen und Instituten anlockte.

Dass Design weit mehr als nur die Form der Dinge bestimmt, zeigt Hanswerner Dreissigacker von SAP besonders deutlich. In zehn Jahren hat sich das Unternehmen in seinen zentralen Abläufen entscheidend gewandelt. Es wurden interdisziplinäre Teams eingeführt, die eine neue Denke in Workshops und Vorträgen vermittelt.

In Laboratorien, kurz Labs, wurden neue Produkte, aber vor allem auch neue Arbeitsabläufe, neue Präsentationsformen und neue Formen der Zusammenarbeit erprobt und eingeübt. Dieser Wandel, initiiert von Firmengründer Hasso Plattner, war in dem Unternehmen von der Unternehmensspitze gewollt. „Es sollte herausgefunden werden, wie man eine Kultur schafft, in der Menschen ihre Ideen vor- und voranbringen“, berichtet Dreissigacker.

Jeremy Abbett von Google  (Foto:mc markt-consult) 

 Jeremy Abbett von Google (Foto:mc markt-consult)

Jeremy Abbett, der sich selbst als Creative Evangelist bezeichnet und bei Google arbeitet, legt besonderen Wert auf die Unterschiedlichkeit mit der Teams zusammengesetzt werden und zwar nach Geschlecht, Alter und Standpunkt.

In zahlreichen weiteren Beispielen wurde veranschaulicht wie eine Veränderung „vom isolierten Erfinder zum kollaborativen Macher“ von statten gehen kann: So etwa von Dr. Stephan Langer von Bayer, der am Beispiel Aspirin die Entwicklung von der Monomarke zum Markensystem verdeutlichte.

Der Leuchtenhersteller Erco hat die LED-Lampen zum Anlass genommen, um sein gesamtes Unternehmen inklusive der Fertigung neu zu erfinden. Wie dies von einem Mittelständler aus dem Sauerland bewältigt wurde, berichtet David Kuntzsch. Allessia Rullo beschreibt den Wandel in der Arbeitsweise in allen Geschäftsprozessen beim Druckerhersteller Hewlett Packard in Barcelona.

Beim Immobilienmakler Remax war Wandel dringen nötig. Das beschreibt Sebastian Troll sehr eindrücklich aus seiner persönlichen Erfahrung. Nachdem ihm selber keine Wohnung von seinem zukünftigen Arbeitgeber am neuen Firmensitz vermittelt werden konnte, hat er das Unternehmen kundenzentriert  umgestaltet und nach eigenen Angaben eine um 85 Prozent höhere Effektivität erzielt.

Dag Piper Marktforscher von Mars Petcare nahm die Zuhörer mit auf eine "Suche nach den verlorenen Dingen" und machte sie auf die akustischen, taktilen und sensorischen Erinnerungen aufmerksam.

Die Ergebnisse des World Café  (Foto: mc markt-consult) 

 Die Ergebnisse des World Café (Foto: mc markt-consult)

Neben den Vorträgen wurden die Gäste im World Café auch selber aktiv. In Kleingruppen  mit wechselnden Teilnehmern wurde - angeleitet von Karel J. Golta, Geschäftsführer von Indeed - über den Stellenwert von Veränderung im Allgemeinen und im Unternehmen diskutiert. Mit dieser Technik wurde nicht nur das Aufmerksamkeits-Tief nach der Mittagspause vermieden, sondern die Teilnehmer des Designforschungstag konnten persönlich erfahren, wie Design Thinking funktionieren kann.

Christian Prill, Partner von Factor Design, zeigte wie man mit Fluid Brands den Kampf um die Kunden gewinnen kann und Arnd von Romatowski, Geschäftsführer von mc-markt-consult zeigte auf, wie Designexperimente als Transformationsmotor dienen können.

Während die Bahn streikte und Hamburg fast vom Sturm weggeweht wurde, berichtet Karsten Heinze schließlich vom einheitlichen Design bei der Deutschen Bahn und wie die Kunden dank Mobility 4.0 nicht nur schneller, sondern auch zufreidener ans Ziel gelangen. (p&a)

Weitere Bilder finden Sie hier. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der kommenden Ausgabe von planung & analyse.

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