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Der Wandel im LEH kommt

Die wichtigsten Ergebnisse dieser Szenarioanalyse (Quelle: Bain) 

 Die wichtigsten Ergebnisse dieser Szenarioanalyse (Quelle: Bain)

Eine aktuelle Bain-Studie besagt: Das Geschäftsmodell vieler großflächiger Lebensmittelhandelsketten funktioniert nicht mehr. Demnach werden erodierende Gewinnspannen, schrumpfende Verkaufsflächen und ausgedünnte Produktportfolien den Lebensmittelhandel bis 2025 prägen.


Auch die Lebensmittelhändler in Deutschland und der Schweiz müssen sich auf diesen Wandel einstellen. Die deutschen Discounter werden ihre Marktdominanz verteidigen. Hierzulande ist ihr Marktanteil mit derzeit 29 Prozent fast dreimal so hoch wie in der Schweiz mit elf Prozent. Deutsche Konsumenten loben insbesondere die schnellen und unkomplizierten Einkaufsmöglichkeiten bei Discountern. Dagegen verlieren die großen Einkaufsformate - allen voran Hypermärkte - deutlich. Stark wachsen wird in Zukunft auch in Deutschland der Lebensmittel-Onlinehandel.
 
Nach einem extrem erfolgreichen Jahrzehnt mit Gewinnspannen von durchschnittlich 13 bis 15 Prozent müssen sich die globalen Konsumgüterhersteller nun für harte Zeiten rüsten. Denn im gleichen Zeitraum sanken die Margen der für sie maßgeblichen Lebensmittelhändler auf unter vier Prozent - und sie werden weiter abschmelzen.
 
Außerdem verschärft sich zum einen die Krise der Hypermärkte und Supercenter. Die Zahl der in einem Haushalt gemeinsam lebenden Menschen nimmt ab, der Großeinkauf am Wochenende gehört der Vergangenheit an. Viele großflächige Märkte verzeichnen bereits negative Renditen, und die Abwärtsspirale aus Sparzwang, Servicemängeln sowie abwandernden Kunden dreht sich immer schneller.
 
Zum anderen setzt sich der Aufstieg sogenannter Value-Märkte fort. Unternehmen wie Colruyt in Belgien oder Mercadona in Spanien haben das Vertrauen der Kunden durch Markenprodukte und ein angenehmes Einkaufserlebnis gewonnen. Gleichzeitig wachsen die deutschen Discounter Aldi und Lidl in Europa weiter. Bestes Beispiel ist die erfolgreiche Entwicklung in Großbritannien.
 
Und schließlich erobert der Internethandel langsam, aber sicher auch das Lebensmittelsegment. Der Onlinemarktanteil für Tierfutter und Babynahrung etwa wird sich in Westeuropa bis 2020 auf zwölf Prozent verdoppeln.
 
Bain hat fünf Strategiekonzepte identifiziert, die die Konsumgüterhersteller stärken:
  1. Die eigenen Ressourcen nach Umsatztreibern und Gewinnbringern ausrichten. Jeder Hersteller muss seine Verkaufskanäle genau analysieren.
  2. Einfacheres und schlagkräftigeres Produktportfolio entwickeln.
  3. Neue Formen der Zusammenarbeit mit Super- und Hypermärkten finden.
  4. Neue Verkaufskanäle ausprobieren und entwickeln.
  5. Eine umfassende digitale Transformation wagen.

Soweit ein Auszug auf der aktuellen Studie „How Brands Can Prepare for Retailing´s Tectonic Shifts“ der internationalen Managementberatung Bain & Company.

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