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Deutsche Städte auf dem Prüfstand

© Stephan Bratek / PIXELIO 

 © Stephan Bratek / PIXELIO

München ist Top was Servicequalität für seine Bürger angeht – im Gegenteil zu Duisburg. Insgesamt liegt die höchste Unzufriedenheit in der mangelnden Bürgerbeteiligung bei städtischen Planungen und Entscheidungen.
 
Unterdurchschnittlich präsentiert sich Stuttgart auf Platz 11, der 15 getesteten Großstädte. Und verliert vor allem beim Eingehen auf Bürgerbedürfnisse - vor dem Hintergrund des Projektes Stuttgart 21 verwundert dies nicht. Berlin hat vor einigen Jahren eine Service-Offensive gestartet - mit wenig Erfolg, reicht es doch gerade mal für den vorletzten Platz. Allein Duisburg weist mit einem Pünktchen ein noch schlechteres Ergebnis auf und enttäuscht seine Bürger bei der Verbindlichkeit von Aussagen, was beim Thema Loveparade nur allzu deutlich wird.
 
Top 15 Städteranking (Quelle: ServiceValue) 

 Top 15 Städteranking (Quelle: ServiceValue)

Die Service-Stadt München überzeugt im Einzel-Ranking als Spitzenreiter in punkto Ordnung, Sicherheit und Schutz der Öffentlichkeit (87 Prozent Zufriedenheit) sowie Bürgerbeteiligung (81 Prozent). Düsseldorf liegt unter anderem in der Bürgerinformation und -beratung (92 Prozent) und der Gesundheitsversorgung (94 Prozent) auf dem ersten Platz, aber auch bei den Bildungseinrichtungen (84 Prozent). Frankfurt am Main kann im Städte-Vergleich zum Beispiel bei der Ausstellung amtlicher Dokumente und bei der Ver- und Entsorgung die höchsten Zufriedenheitswerte verbuchen (94 bzw. 93 Prozent). Die Hansestadt Bremen überzeugt ihre Bürger vergleichsweise bei der Förderung von hilfsbedürftigen Personen (80 Prozent) und in der Unterstützung von gemeinnützigen Vereinen (81 Prozent). Spitzenplätze im Einzel-Ranking schaffen auch Hannover beim öffentlichen Personennahverkehr (91 Prozent) und Berlin bei den Einkaufsmöglichkeiten (95 Prozent). Nur Frankfurt am Main und Nürnberg gelingt es, tatsächlich über alle untersuchten Serviceleistungen aus Bürgersicht stets überdurchschnittliche Zufriedenheiten zu erreichen.
 
Gleich bei vier Serviceleistungen liegt Hamburg abgeschlagen auf dem letzten Platz in den Einzel-Rankings, wobei die Bürger ihre Hansestadt vor allem bei der Ordnung, Sicherheit und Schutz der Öffentlichkeit mit 39 Prozent Unzufriedenheit abstrafen. Erwähnenswert ist auch, dass die Kulturhauptstadt Essen beim Kultur- und Freizeitangebot im Städte-Vergleich das Schlusslicht bildet. Im Gesamtranking schafft es Hamburg deshalb auch nur auf Platz 13.
 
Der ServiceAtlas "Deutsche Städte - Wettbewerbsanalyse zu Servicequalität und Servicewert" enthält Gesamtanalysen zu Deutschlands Mittel- und Großstädten und Detailauswertungen zu den 15 größten Städten. Über 3.000 Bürger wurden befragt, wie zufrieden sie mit den Service- und Leistungsmerkmalen ihrer Stadt sind.
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