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Deutsche bei Schuhen ohne Leidenschaft

Kultursoziologen sehen im Schuh eine Metapher der menschlichen Zivilisation, Psychologen meinen, "Schuhe lügen nicht" und Männern ist der Schuhschrank vieler Frauen ein Rätsel. Grund genug die Beziehung der Deutschen zu ihren Schuhen, zum Schuhkauf und ihren bevorzugten Einkaufsstätten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
 
Dabei zeigt sich auf den ersten Blick, dass die Mehrheit der Deutschen, allen voran die Männer, keine wirklichen Liebhaber von Schuhen sind. Im Gegenteil: sie pflegen eher einen sehr pragmatischen Umgang mit ihrer Fußbekleidung; 60 Prozent geben an, Schuhe nur dann zu kaufen, wenn die alten abgenutzt sind (Männer: 70%; Frauen: 51%). Schönheit, modische Aspekte und Marken spielen beim Schuhkauf gegenüber funktionalen Aspekten zumeist eine untergeordnete Rolle. Zudem gibt knapp die Hälfte der Deutschen pro Paar Schuhe höchstens 30 bis 50 Euro aus.
 
Im Durchschnitt kaufen die Konsumenten drei bis vier Paar Schuhe pro Jahr und investieren dafür rund 200 Euro. Mehr als jeder dritte Deutsche ist davon überzeugt, dass man den Charakter eines Menschen an seinen Schuhen erkennen kann.
 
Sind die Deutschen ein Volk von Schuhmuffeln? Schaut man genauer hin, zeigt sich ein differenziertes Bild, das zahlreiche Ansatzpunkte für das Zielgruppenmarketing im Schuhfachhandel bietet: Fünf verschiedene Typen von Schuhkäufern Die Kunden im Schuhmarkt lassen sich hinsichtlich ihrer Einstellung zu Schuhen und ihrem Kaufverhalten trennscharf in fünf unterschiedliche Käufertypen einteilen:
 
Schuhliebhaber (20%) pflegen ein leidenschaftliches Verhältnis zu Schuhen, diese sind für sie Schmuckstücke und Statussymbole. Überwiegend weiblichen Geschlechts (69%) kaufen sie gerne Markenschuhe und weisen die höchsten Gesamtausgaben pro Jahr auf (295 Euro).
 
Spontankäufer (17%) kaufen die meisten Schuhe pro Jahr, bevorzugt modische und günstige. Sie genießen den Schuhkauf am liebsten alleine und weisen einen besonders hohen Frauenanteil auf (79%).
 
Nüchterne Schuhkäufer (21%) präferieren Schuhe mit hoher Qualität, kaufen vergleichsweise wenig Schuhe, dafür aber die teuersten.
 
Stylisten (21%) wählen die Schuhe gezielt passend zu ihrem sonstigen modischen Outfit aus, achten dabei auf den Preis und weisen relativ niedrige Gesamtausgaben aus (168 Euro).
 
Schuhmuffel (20%) sehen Schuhe als notwendiges Übel an, kaufen, wenn es denn nötig ist, günstige Schuhe und weisen die geringsten Gesamtausgaben unter allen Schuhkäufertypen auf (145 Euro). Männer stellen den größten Anteil der Schuhmuffel (76%).
 
Verschiedene Geschäftsketten im Schuhfachhandel, wie etwa Deichmann, Reno, Salamander, ABC-Schuh- Center, Görtz, Roland, Siemes, Tack, Timberland, Quick-Schuh sowie der "Schuhladen um die Ecke" weisen eine deutlich unterschiedliche Zusammensetzung und Bindung ihrer Käufertypen auf. Zudem unterscheiden sich die Schuhgeschäfte deutlich hinsichtlich der Kundenzufriedenheit: der Schuhladen um die Ecke hat hier die Nase vorn.
 
Wer wissen will, zu welchem Typus er gehört, kann unter www.schuhkauftypen.de einen Selbsttest durchführen.
 
Quelle: psychonomics; www.psychonomics.de

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