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Deutsche haben Angst vor der Vogelgrippe

Nur gut zwei Wochen nach den ersten bestätigten Vogelgrippe-Fällen auf der Insel Rügen hat sich das H5N1-Virus mittlerweile auf insgesamt fünf Bundesländer ausgebreitet. 77 Prozent der Deutschen glauben, dass bald auch heimisches Nutzgeflügel an der Vogelgrippe erkranken wird. Wie in einem solchen Fall zu reagieren ist, darüber sind nicht nur Politiker und Experten geteilter Meinung: Knapp über die Hälfte der deutschen Verbraucher, 54 Prozent, befürwortet als Vorsichtsmaßnahme etwa die Keulung, also das Töten von Nutztierbeständen - 46 Prozent sprechen sich dagegen aus.
 
Die Deutschen befürchten, dass die Vogelgrippe hierzulande keine reine Tierseuche bleibt. 71 Prozent der Befragten können sich vorstellen, dass das Virus auch in Deutschland auf den Menschen überspringen wird. 19 Prozent befürchten sogar, sich selbst mit der Vogelgrippe anzustecken. Zum vorsorglichen Schutz haben sich bereits 14 Prozent vom Arzt ein entsprechendes Mittel verordnen lassen oder beabsichtigen zumindest, dies bald zu tun. 18 Prozent der Deutschen wollen sich bald etwa Schutzmasken, Mundschutz und Handschuhe besorgen beziehungsweise sind sogar schon damit ausgestattet. Der Großteil der Bevölkerung ist davon überzeugt, recht gut über die Vogelgrippe Bescheid zu wissen: 85 Prozent der Deutschen geben an, sich beim Fund eines toten Wildvogels korrekt verhalten zu können, 67 Prozent glauben, geeignete Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe zu kennen, und 59 Prozent fühlen sich ausreichend über die Krankheit selbst informiert. Neben der Berichterstattung der Medien drängt es die Verbraucher jedoch auch, sich aktiv zu informieren: Jeder Fünfte, 21 Prozent, hat sich wegen möglicher Schutzmaßnahmen vor der Vogelgrippe bereits zusätzlich an Ärzte, Apotheker, Gesundheitsämter, den Katastrophenschutz oder die Feuerwehr gewandt.
 
Den Einsatz der Bundeswehr im Kampf gegen den H5N1-Erreger, etwa Ihre Unterstützung beim Einsammeln der toten Vögel auf Rügen, halten zwar 90 Prozent der Befragten für gerechtfertigt. Das weitere Agieren der Behörden beurteilen die Deutschen allerdings eher kritisch: Nur 34 Prozent sind der Meinung, die Vorsorgeplanung in Deutschland wäre optimal und nur 38 Prozent finden, der mittlerweile aufgestockte Vorrat der Landesbehörden an Medikamenten gegen die Vogelgrippe für rund ein Fünftel der Bevölkerung sei ausreichend. 35 Prozent der Deutschen unterstellen den Politikern sogar, sie seien vom Auftauchen der Vogelgrippe vollkommen überrascht worden.
 
Trotz ihrer Ängste und Sorgen will sich die große Mehrheit der Deutschen eines ganz bestimmt nicht von der Vogelgrippe nehmen lassen: die Freude auf das Ereignis des Sommers 2006 schlechthin. 77 Prozent der Befragten möchten auf die Austragung der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft auch dann nicht verzichten, wenn das Virus auf Nutztierbestände in Deutschland übergreift. Diese Ansicht ist Geschlechter übergreifend: Neben 86 Prozent der Männer teilen auch 68 Prozent der Frauen diese Meinung.
Quelle: GfK HealthCare; www.gfk.de

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