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Deutsche halten Lokalzeitungen für vertrauenswürdigste Quelle

TNS Emnid fragt Verbraucher nach den vertrauenswürdigsten Informationsquellen. Das höchste Vertrauen in die vermittelte Information bringen die Deutschen mit 60 Prozent den Lokalzeitungen entgegen.
 
Im Vergleich der untersuchten Mediengattungen folgen auf den weiteren Plätzen der öffentlich-rechtliche Rundfunk (53 Prozent) und das öffentlich-rechtliche Fernsehen (52 Prozent) sowie Zeitschriften (35 Prozent). Den privaten Rundfunkanbietern vertrauen 31 Prozent, dem Privatfernsehen 26 Prozent. Am schlechtesten sieht die Vertrauensbilanz für das Internet aus. Lediglich jeder fünfte Bundesbürger vertraut dem weltweiten Netz. Die Medienforschung von TNS Emnid befragte insgesamt 1.048 Bundesbürger ab 14 Jahren in repräsentativ ausgewählten Interviews im Zeitraum 4. bis 15. Mai nach ihrem allgemeinen Vertrauen in Mediengattungen wie Internet, Lokalzeitung, Zeitschriften, öffentlich-rechtliches Fernsehen, Privatfernsehen, öffentlich-rechtlicher Rundfunk und privater Rundfunk.
 
"Wenn 60 Prozent dem Medium Lokalzeitung voll und ganz oder zumindest überwiegend vertrauen, dann sicherlich auch deshalb, weil die lokalen Zeitungen bei ihren Lesern häufig mit Attributen wie Seriosität und Glaubwürdigkeit sowie kompetente, unabhängige Berichterstattung assoziiert werden. Dies sollte für jeden Zeitungsverlag Ansporn genug sein, seine USP's beim Kampf um die Gunst aller Medienkonsumenten nachhaltig in den Vordergrund und in den Mittelpunkt seiner Verlagsentwicklungen zu stellen", sagt Michael Voß, Research Consultant bei der TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH.
 
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat immerhin noch ein hohes Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (53 Prozent) bzw. in das öffentlich-rechtliche Fernsehen (52 Prozent). Demgegenüber gehören sowohl der private Rundfunk als auch das Privatfernsehen für nur maximal ein Drittel der Deutschen zu den vertrauensbildenden Wegweisern in der deutschen Medienlandschaft. "Auch diese Rangfolge ist nicht wirklich überraschend, da mit den öffentlich-rechtlichen Medien viel stärker ein seriöses und vertrauenserweckenderes Image einhergeht", so Voß.
 
Den Zeitschriften allgemein schenken lediglich ein Drittel der Befragten ihr Vertrauen. Das "Aufsteigermedium" des letzten Jahrzehnts, das Internet, hält nur jeder Fünfte für vertrauenswürdig. "Einerseits erscheint dieser Wert angesichts des Internet-Hypes, seiner rasanten Nutzungsentwicklung und der sich immer klarer abzeichnenden (Breitband)-Entwicklungen sehr niedrig, andererseits tragen Software-Sicherheitslücken oder eine allgemeine Verunsicherung durch Meldungen über bzw. eigenen Erfahrungen mit Trojanern, Viren oder Spysoftware mutmaßlich zu diesem Vertrauensdefizit bei", vermutet Voß. Das Internet hat jedenfalls - neben dem Privatfernsehen - auch die subjektiv größten Vertrauenseinbußen in den letzten zwei bis drei Jahren zu verzeichnen. So hat für 15 Prozent der Deutschen das Vertrauen in das weltweite Netz in diesem Zeitraum abgenommen.
 
Ferner zeigen die Ergebnisse, dass die überdurchschnittlich internetaffine Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ein höheres Vertrauen in die traditionellen Medien Print, Hörfunk und TV haben als in das World Wide Web. 50 Prozent dieser Altersgruppe vertrauen der Lokalzeitung oder dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, aber nur 32 Prozent dem Internet.
 
Auch wenn insgesamt eine deutliche Spreizung im intramedialen Vertrauensvergleich erkennbar ist, so sind aber auch zum Teil deutliche Unterschiede zwischen bestimmten Teilgruppen erkennbar. "Das in dieser Hinsicht sicherlich bemerkenswerteste Ergebnis ist, dass das Vertrauen in sämtliche Mediengattungen im innerdeutschen Vergleich in den neuen Bundesländern immer noch "durch die Bank weg" niedriger ist und zwar um mindestens zehn Prozentpunkten", erläutert Voß. Tageszeitungen liegen um 20 Prozentpunkte und das Internet sogar 50 Prozentpunkte niedriger als in den westlichen Bundesländern. Einzig das Privatfernsehen hat mit 26 Prozent deutschlandweit gleich hohe Werte.
 
Dieser Unterschied könnte zum Teil auch darin begründet sein, dass der Anteil derjenigen Personen, deren Vertrauen in die Medien in den zurückliegenden zwei bis drei Jahren nachgelassen hat, im Osten über alle Gattungen hinweg höher liegt als im Westen. Vor allem trifft dies auf das Internet zu (minus 24 Prozent im Osten, lediglich minus 14 im Westen), aber auch auf Tageszeitungen (minus 17 Prozent im Osten bzw. minus fünf Prozent im Westen) und Zeitschriften (minus 18 im Osten bzw. minus acht Prozent im Westen). "In wieweit das historisch gewachsene, vergleichsweise geringe Vertrauen in die Vertrauenswürdigkeit der Medien noch eine Rolle spielt, kann auf Basis der Daten nicht belegt werden", so Voß.
Quelle: TNS Emnid; www.tns-emnid.com

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