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Deutsche und Italiener gegen Atomkraft

© korneloni / pixelio 

 © korneloni / pixelio

Bis Ende Mai will der Ethikrat zur Atomenergie seine Empfehlung aussprechen - für die deutsche Bevölkerung ist die Entscheidung schon gefallen: 66% sind für einen Ausstieg aus der Nuklearenergie, 83% halten eine Energiewende innerhalb der nächsten 30 Jahre für möglich.
 
Nur 19% der Deutschen sind noch für die Nutzung der Kernenergie, 15% sind unentschieden. Wobei die Ablehnung von Atomkraft bei den Frauen (72%) größer ist als bei den Männern (60%).
 
Insgesamt sind die Deutschen damit entschlossener für einen Ausstieg als die meisten ihrer europäischen Nachbarn: 36% der Franzosen, 47% der Spanier und lediglich 30% der Briten sind für eine Abkehr von der Kernkraft. Allerdings zeigten sich in diesen Ländern verhältnismäßig viele Menschen unentschlossen – sie sind also weder dagegen noch dafür. Allein die Italiener sind mit 67% noch größere Atomkraftgegner.
 
Nach dem Vorfall in Japan sind mehr als die Hälfte der Deutschen (55%) besorgter als zuvor, für 39% hat sich dadurch nichts an ihrer bisherigen Haltung geändert. Auch hier zeigen die Frauen (64%) sich deutlich betroffener als die Männer (46%).
 
Interessant ist, dass Ältere die Nuklearenergie insgesamt offenbar kritischer sehen als Jüngere. So sind in der Gruppe der 55 bis 64-Jährigen 70% gegen Atomkraft und in der Gruppe der 25 bis 34-Jährigen „nur“ 62%. Nach dem Vorfall in Japan hat sich diese Tendenz sogar noch verstärkt (62 zu 43%).
 
Die Deutschen sind hinsichtlich einer Energiewende vergleichsweise optimistisch. 83% glauben, dass es gelingen kann, innerhalb der nächsten 30 Jahre ganz auf Erneuerbare Energien umzustellen. Das glauben aber lediglich 68% der Franzosen, 74% der Briten und 75% der Spanier. Wobei die höheren Einkommensschichten in Deutschland zuversichtlicher sind (91%) als die geringer Verdienenden (78%).
 
Wenig Vertrauen haben die Deutschen in die Zuverlässigkeit der Kraftwerksbetreiber. Nur 56% halten sie für glaubwürdig oder einigermaßen glaubwürdig, 39% vertrauen ihnen nicht.
 
Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive in Kooperation mit der Financial Times. Befragt wurden insgesamt 5181 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zwischen dem 30. März und dem 4. April 2011.
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