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Deutschland 2020 - Zukunftsfähigkeit auf dem Prüfstand

83 Prozent der Deutschen sehen Arbeitslosigkeit als das größte Problem der nächsten zehn bis zwanzig Jahre. Aber auch die Gesundheitsvorsorge (68 Prozent), Kriminalität (59 Prozent), Terrorismus (58 Prozent), Mindestrente und Preissteigerungen bereiten Sorgen. Andererseits wächst die Bereitschaft der Bundesbürger, sich vom Obrigkeitsstaat als Macher, Versorger und Verteiler zu verabschieden und statt auf staatliche Leistungen mehr auf Eigenleistungen zu vertrauen. 63 Prozent sind der Meinung dass die Leistungsgesellschaft und nicht die Anspruchsgesellschaft die weitere Entwicklung in Deutschland bestimmt.
 
Bisher versprach die Politik allen Bürgern ein Leben im Wohlstand. Doch Deutschland kann sich seines Wohlstands nicht mehr sicher sein. Der Lebensstandard sinkt. Die Deutschen werden ärmer. Die erreichte Lebensqualität ist infragegestellt. Nicht Ladenschluss, Sonntagsöffnung oder Servicewüste sind die beherrschenden Themen, sondern soziales Wohlbefinden, Rentensicherung und Kriminalitätsbekämpfung. Die Angst vor einer ungesicherten Zukunft wächst. "Der Sozialstaat kippt", meinen 43 Prozent der deutschen Bevölkerung. Für 56 Prozent ist klar, dass es in Zukunft viel schwieriger ist, ebenso abgesichert und im Wohlstand zu leben wie heute.
 
Ostdeutsche befürchten zu 52 Prozent die Ausbreitung von Armut (Westdeutsche: 42 Prozent) sowie zu 48 Prozent die Entstehung einer Zweiklassengesellschaft (Westdeutsche: 38 Prozent). Die Westdeutschen hingegen bangen um ihren erreichten Wohlstand und ihre Rente. Weitgehend einig sind sich die Bundesbürger nur in einem: Es wird ihnen in Zukunft sicher nicht besser gehen als heute. Die Lebensqualitätsfrage stellt sich neu: Eine Verschiebung vom Nur-Haben-Wollen zum Nicht-Verlieren-Wollen zeichnet sich ab. Die Bedeutung von lokalen Bürgerinitiativen bis hin zu globalen Verbraucherschutz- und Umweltorganisationen wächst. Auch die Verbraucher-Rolle ändert sich. Die Bundesbürger sehen in ihrer Rolle als Verbraucher wieder etwas positiver in die Zukunft. Mehr Eigeninitiative als Konsumhaltung - das soll die Handlungsleitlinie der Bürger in Zukunft sein. Das Vertrauen der Menschen wächst (1986: 39 Prozent - 2003: 44 Prozent), künftig das eigene Leben wieder mehr selbst aktiv gestalten und eigene Ideen und Initiativen entwickeln zu können. Die Gleichsetzung von Konsum mit Passivität ist überholt.
 
Insbesondere die junge Generation befindet sich derzeit auf dem Wege zu einer neuen Lebensbalance. Leistung und Lebensgenuss sind für sie keine Gegensätze mehr. Die befürchtete Leistungsverweigerung der Jugend findet nicht statt. Ganz im Gegenteil: Die Leistungsorientierung nimmt wieder deutlich zu (1986 34 Prozent - 2003: 42 Prozent). Die Leistungssteigerungen der letzten zwei Jahrzehnte lassen auch für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre erwarten: Die junge Generation startet durch. Wie nie zuvor in den letzten dreißig Jahren wächst eine junge Generation nach, die sich zunehmend durch Leistung definiert (Prognose für 2010: 45 Prozent - 2020: 50 Prozent). Die neue Leistungslust ist nicht mehr zentral an Erwerbsarbeit gebunden, kann vielmehr in allen Lebensbereichen erbracht werden. Die Bürger werden Lebensunternehmer. Sie sind bereit, unternehmerische Verantwortung zu tragen - für sich selbst und in der Elternrolle, als Vereins- oder Gemeindemitglied, als Unternehmer am Arbeitsplatz, Freiberufler oder selbstständig Gewerbetreibender. Insbesondere soziales Engagement gibt eine Antwort auf die Sinnfragen des Lebens. "Es tut gut, gebraucht zu werden", meinen 43 Prozent der Bevölkerung. Mit zunehmendem Alter verschärfen sich diese Sinnfragen, insbesondere dann, wenn das Ausscheiden aus dem Berufsleben erfolgt. Die Bedeutung des Gebrauchtwerdens heben 36 Prozent der 14-bis 29-Jährigen, aber 55 Prozent der Rentner und Pensionäre hervor.
Quelle: BAT Freizeit-Forschungsinstitut;info@bat.de

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