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Deutschland: Schlüsselmarkt für E-Carsharing?

Die Zukunft des Carsharing (Quelle: Zukunftsinstitut) 

 Die Zukunft des Carsharing (Quelle: Zukunftsinstitut)

Dem Auto wird auch als Fortbewegungsmittel in den nächsten Jahrzehnten die größte Rolle zukommen, jedoch wandelt sich das Bewusstsein der Benutzer. Denn individuelle Mobilität stößt vielfach an Grenzen – ökologische, ökonomische und infrastrukturelle. Dass das Auto Ausdruck eines Lebensgefühls ist, empfinden heute gerade einmal noch drei von zehn Personen. Noch geringer fällt der Anteil jener Status-Konsumenten aus, die mit dem Auto auffallen und sich von anderen abheben wollen. Und jeder Fünfte fragt sich angesichts häufig überfüllter Straßen inzwischen sehr genau, ob er das Auto nimmt oder besser auf ein anderes Verkehrsmittel ausweicht.
 
Der Mobilitätsmix wird sich wohl vielerorts verändern. Einzelne Verkehrsmittel stehen dabei nicht länger in Konkurrenz zueinander, sondern werden intelligent und innovativ miteinander verzahnt. Durch den Umstieg auf Elektromobilität sind die Chancen und die damit verbundenen Potenziale so hoch wie nie. Zwar benötigt auch ein Elektroauto Platz auf der Straße und Parkfläche, allerdings deutlich weniger, wenn es zu einer Car-Sharing-Flotte gehört.
 
Immer mehr Menschen machen die Erfahrung, dass sie schneller ans Ziel kommen, wenn sie nicht auf EIN Verkehrsmittel setzen, sondern klug kombinieren: die Bahn mit dem (Leih-)Rad und dem (Miet-)wagen. Car-Sharing-Konzepte entwickeln sich allmählich aus der Nische heraus.  Für Deutschland prognostizieren Experten ein Wachstum des Carsharing-Markts bis 2016 auf rund 19.000 Fahrzeuge und ca. 1,1 Millionen Nutzer (Anfang 2012: 5.600 Fahrzeuge und ca. 220.000 Kunden). Europaweit werden sich dann 5,5 Mio. Nutzer rund 77.000 Autos teilen.
 
Die großen Automobilhersteller wie BMW (Drive Now), Daimler (Car2Go) und VW (Quicar) stecken bereits ihre Claims ab und haben entsprechende Konzepte am Markt platziert. Deutschland hat das Potenzial, sich zum Schlüsselmarkt für E-Carsharing zu entwickeln. Europaweit gibt es hierzulande die meisten Ladestationen – 2015 dürften es bereits über 80.000 sein. Je weiter sich die Formen „geteilter“ Mobilität in Form von Carsharing professionalisieren, desto weniger wird es notwendig sein, dass man sein eigenes Auto vor der Tür stehen hat. Insbesondere in urbanen Gebieten wird das Auto in Zukunft tendenziell nur noch eine komplementäre Rolle einnehmen, die an den Defiziten des Öffentlichen Nahverkehrs ansetzt. Getrieben wird diese Entwicklung durch neue Mobilitätskonzepte wie Flinc, das die Mitfahrzentrale zum Social Mobility Network macht. In Echtzeit werden Mitfahrgelegenheiten angeboten. Über Webbrowser, per App oder über Navigationsgeräte können Nutzer schnell, flexibel und von unterwegs den passenden Mitfahr-Match finden.
 
Das Zukunftsinstitut zeigt in seinem Trend Update „e-mobility“ auf, warum es sich bei der Elektromobilität um eine der spannendsten Evolutionen von Mensch-Technik-Systemen in diesem Jahrhundert handelt.
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