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Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise werden auch in Deutschland erwartet

Konjunkturerwartung Europa und USA 

 Konjunkturerwartung Europa und USA

Auch in den Sommermonaten ist die Europäische Union nicht zur Ruhe gekommen: Zum einen stiegen die Zinsen für spanische und italienische Staatsanleihen drastisch in die Höhe. Zum anderen war lange Zeit unklar, ob Deutschland wegen einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht aus dem Rettungsfonds ESM aussteigen muss. Hinzu kamen weitere rezessive Tendenzen in vielen europäischen Staaten. Die Verbraucher haben fast überall mit entsprechender Unsicherheit reagiert. Die Werte der Indikatoren Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung sind in fast allen betrachteten Staaten deutlich gesunken.
 
Die wirtschaftlichen Rahmendaten haben sich in den meisten europäischen Ländern, wenn nicht verschlechtert, so zumindest auch nicht gerade verbessert. Die Verbraucher rechnen mit einer weiterhin rückläufigen Wirtschaftskraft. Die Arbeitslosigkeit ist ebenfalls fast überall noch einmal angestiegen. Europaweit liegt sie aktuell bei rund elf Prozent. Die Regierungen versuchen weiterhin, durch strikte Sparmaßnahmen sowie durch Steuererhöhungen ihre Staatsdefizite in den Griff zu bekommen. Vor allem in den Krisenstaaten führte dies zunehmend zu Protesten der Bevölkerung. Viele Verbraucher können keine weiteren Einschnitte mehr verkraften und sind nicht weiter bereit, die Maßnahmen ihrer Regierungen mitzutragen, ohne die Aussicht auf eine Verbesserung ihrer Lage erkennen zu können.
 
Einkommenserwartung Europa und USA 

 Einkommenserwartung Europa und USA

Die USA befinden bisher nicht auf einem klaren Wachstumskurs. Das nach wie vor größte Problem stellt die hohe Arbeitslosigkeit da, die kontinuierlich bei rund 8 Prozent liegt. Damit ist sie zwar geringer als zu Beginn des Jahres. Allerdings haben viele – vor allem ältere – Amerikaner inzwischen aufgegeben, einen Job zu suchen. Experten sagen voraus, dass die Wirtschaft im nächsten Jahr insgesamt um etwa 2,5 bis 3 Prozent wachsen wird. Dies reicht jedoch nicht aus, dem Arbeitsmarkt die notwendigen Impulse zu verleihen. Wollen die USA ihre Wirtschaftskrise jedoch langfristig überwinden, werden sie nicht an schmerzhaften strukturellen Veränderungen der Wirtschaft vorbei kommen.
 
Die Deutschen sind inzwischen überzeugt, dass die europaweite Wirtschaftskrise auch ihr Land in den nächsten Monaten zunehmend treffen wird, da die gesamte Weltwirtschaft auch nicht mehr boomt. Diese Erkenntnis hat jedoch kaum Auswirkungen auf die Einkommensaussichten der Verbraucher sowie deren Konsumentenverhalten. Beide Indikatoren sind in Deutschland nach wie vor auf einem ungewöhnlich hohen Niveau. Grund dafür ist vor allem der konstant stabile Arbeitsmarkt. Entgegen vieler andersartiger Behauptungen prägen nicht Mini-Jobs und Scheinselbstständige das deutsche Jobwunder. Vielmehr sind es ganz überwiegend sozialversicherungspflichte Stellen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Diese neuen Arbeitsplätze bilden das Fundament der deutschen Konjunktur. Wer einen sicheren Arbeitsplatz hat, gibt auch Geld für größere Anschaffungen aus – etwa für Möbel oder  eine Immobilie. Hinzu kommen die in Deutschland vergleichsweise wohlhabenden Rentner. Sie konnten sich in diesem Jahr erstmals seit langem wieder über eine spürbare Rentenerhöhung freuen.
 
Das ist ein Auszug der Ergebnisse des GfK Konsumklima Europa und USA, das einen Überblick über die Entwicklung von Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung der Konsumenten in zwölf europäischen Staaten sowie den USA gibt. Auf die hier betrachteten Länder entfällt folgende monatliche Verteilung der Interviews: Bulgarien: 1.000 / Deutschland: 2.000 / Frankreich:  3.300 / Griechenland: 1.500 / Großbritannien:2.000 / Italien: 2.000 / Österreich: 1.500 / Polen: 1.000 / Portugal: 2.100 / Rumänien: 1.000 / Spanien: 2.000 / Tschechische Republik: 1.000 / USA: 1.000.
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Gfk

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