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Editor's Pick


Die Deutschen und das Internet 2002 bis 2008

Die Alters- und Einkommenskluft beim persönlichen Zugang zum Internet schließt sich langsam. Doch zwischen Männern und Frauen bestehen nach wie vor große Unterschiede im Umgang mit dem Internet.
 
Der persönliche Zugang zum Internet scheint längst nicht mehr abhängig von Alter oder Wohlstand. Die Gesamtreichweite stieg allein von 2002 bis 2008 um etwa 15% auf aktuell 65% und auch die Nutzungsfrequenz stieg stetig: Gingen 2002 nur 41% der Deutschen mindestens einmal täglich ins Netz, so waren es 2008 schon 61%.
 
Das Alter spielt noch immer eine Rolle
Dabei haben immer mehr Menschen über 65 Jahren persönlich Zugang zum Internet, 2008 immerhin 9%. Bedienungsfreundlichere Oberflächen, Erfahrungen aus dem Berufsleben, Ermutigung durch Familienangehörige oder Senioren-spezifische Angebote und Initiativen könnten diese Entwicklung begünstigt haben.
 
Die Einkommensschere verringert sich
Aufgeschlüsselt nach Haushalts-Nettoeinkommen fällt ebenfalls ein Trend besonders ins Auge: Immer mehr einkommensschwächere Haushalte verfügen - vermutlich aufgrund gesunkener Kosten durch Flatrates und All-in-one-Pakete - über einen persönlichen Internet-Zugang. 2002 waren es nur 13% der Haushalte mit einem Nettoeinkommen bis 1.500 Euro, dieser Anteil stieg bis 2008 auf 21%.
 
Männer und Frauen: nach wie vor unterschiedliche Nutzungsmuster
Frauen scheinen generell weniger Internet-affin: Auch in 2008 haben noch 10% mehr Männer als Frauen einen persönlichen Zugang zum Internet. Bei der Nutzungsfrequenz des Internet besteht ebenfalls ein deutlicher Geschlechterunterschied: Während 67% der Männer 2008 mindestens einmal täglich im Internet surften, nutzten nur 54% der Frauen das Netz so häufig.
 
Zudem unterscheiden sich die Geschlechter, was den Umgang mit neuen Technologien betrifft: Während nur 3% der Frauen 2008 ein Handy als Internet-Zugang nutzten, war der Männeranteil mit 8% mehr als doppelt so hoch.
 
Bei den unter 34-Jährigen sind jedoch 88% mit einem persönlichen Zugang ins World Wide Web versorgt. In dieser beinahe voll-versorgten Gruppe spielt der Geschlechterunterschied kaum eine Rolle: ein Anzeichen dafür, dass sich die Schere der unterschiedlichen Nutzungsmuster zwischen Männern und Frauen zu schließen beginnt.
 
Internetfähige Handys als Zugangstool der Zukunft?
Insgesamt nimmt die Internetnutzung an allen (gestützt) abgefragten Zugangsorten seit 2002 konstant zu. Mit Abstand am häufigsten wird das Internet zu Hause genutzt, danach folgt der Zugang am Arbeitsplatz. Vor allem die Nutzung bei Freunden und Bekannten ist seit 2002 steil angestiegen, ein deutliches Zeichen für die zunehmende Habitualisierung der Internetnutzung auch im sozialen Umfeld. Möglicherweise mit der steigenden WLAN-Zahl in Coffeeshops werden auch Internet-Cafés zunehmend genutzt. Das Handy zum Surfen hat sich hingegen (noch) nicht durchgesetzt, diese Option scheint noch zu wenig bekannt, zu teuer oder zu unbequem ob des verhältnismäßig kleinen Displays.
 
Das sind die Ergebnisse einer vom LINK Institut für Markt- und Sozialforschung durchgeführten Großstudie, in der jährlich etwa 20.000 Personen unter anderem zu ihrem Umgang mit dem Internet befragt werden. Diese per CATI erhobenen Daten werden auf die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren hochgerechnet und spiegeln die Nutzungsmuster seit nunmehr sieben Jahren wider.
Quelle: LINK Institut; www.link-institut.de

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