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Die Sache mit der Repräsentativität

Was bedeutet eigentlich „repräsentativ“? Und ab wann können Umfrageergebnisse als „repräsentativ“ bezeichnet werden? Repräsentative Umfragen werden dann eingesetzt, wenn es nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, alle Personen einer Zielgruppe, über die man Erkenntnisse gewinnen möchte (= Grundgesamtheit), zu befragen. In solchen Fällen werden nur „Repräsentanten“ aus einer Zielgruppe befragt. Das bedeutet: aus der interessierenden Grundgesamtheit wird eine Stichprobe gezogen.

 
Ist das Ziel also etwa, Aussagen über die Grundgesamtheit „Bevölkerung ab 14 Jahre“ machen zu wollen, dann werden beispielsweise 1.000 Personen befragt. Damit diese Stichprobe repräsentativ ist, also auf der Basis der Befragung von 1.000 Personen Aussagen über die gesamte Bevölkerung ab 14 Jahre gemacht werden können, muss die Auswahl der Befragten bestimmte Kriterien erfüllen: Sie muss sicher stellen, dass die Stichprobe ein verkleinertes Abbild der Grundgesamtheit darstellt; sie muss auch so gezogen werden, dass jede Person in der Grundgesamtheit die gleiche Chance hat, in die Stichprobe zu gelangen.
 
Damit die Stichprobe in relevanten Merkmalen, bei Bevölkerungsumfragen zum Beispiel nach Geschlecht, Alter, Bildung und Bundesland, die selbe Struktur hat wie die Grundgesamtheit, gibt es zwei verschiedene Auswahlverfahren: entweder wird die Stichprobe nach dem Zufallsprinzip gezogen oder es werden Quoten vorgegeben, die der Verteilung in der Grundgesamtheit entsprechen.
 
Nur wenn diese Kriterien eingehalten sind, sind die Ergebnisse einer Umfrage wirklich repräsentativ, das heißt verallgemeinerbar für die Grundgesamtheit. Die Stichprobengröße ist also nicht das ausschlaggebende Kriterium für Repräsentativität. Vielmehr ist die Stichprobengröße abhängig von der gewünschten Sicherheit und tolerierten Zufallsfehlern. So können 100.000 Befragte weniger „repräsentativ“ sein als 500.
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