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Die Wahl: Parteien und die Werbung

Die Wahlwerbung in der Bundesrepublik steht vor dem gleichen Problem wie die Parteien selbst. Die Botschaften auf den Plakaten und in den Fernsehspots haben eine "Glaubwürdigkeitsdelle" und helfen den Wählern wenig bei Ihrer Entscheidungsfindung. Gefragt ist vielmehr eine überzeugende Sachkommunikation zu den anstehenden politischen Problemen.
 
Die national repräsentative Studie belegt: Die Parteienwerbung gewann in den letzten Wochen hohe Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Nicht verwunderlich, sind doch an jeder Straßenecke die Wahlplakate präsent und auch die Parteienspots im Fernsehen kaum zu übersehen. Allerdings genießt diese Werbung nur eine geringe Glaubwürdigkeit, und der ausschlaggebende Impuls zur Wahlentscheiung fehlt.
 
Die Abbildung von Politkerköpfen oder Schlagworten auf flüchtig gelesenen Plakaten reicht eindeutig nicht aus. Zur tatsächlichen Überzeugung der Wähler bedarf es glaubwürdiger Sachkommunikation in Informationsmedien. Die höchste Glaubwürdigkeit aller Medien genießt die Zeitung. 89 Prozent der Bevölkerung empfinden Anzeigen in Zeitungenals glaubwürdig und zuverlässig. 68 Prozent haben zu Anzeigen in der Zeitung sogar mehr Vertrauen als zu Wetrbung in anderen Medien. Die Parteien nutzen diese Eigenschaften erst seit den letzten Wochen vor der Wahl intensiver. Wer damit erfolgreich ist, zeigt sich am 22. September 2002.
Quelle: ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft; dobmeier@zmg.de

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