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Die Zuversicht hat in Österreich wieder die Oberhand

Grund zum Aufatmen bei unseren österreichischen Nachbarn: Nach sechs Jahren überwiegender Bedrückung hat der Optimismus endlich wieder die Oberhand gewonnen. Jeder zweite Österreicher blickt dem kommenden Jahr mit Zuversicht entgegen, nur mehr jeder vierte ist skeptisch, jeder fünfte besorgt. Im Vergleich zum vergangenen Silvester ist der Optimismus um vier Prozentpunkte nach oben geklettert und markiert nunmehr die zweitbeste Stimmung seit 1990 und die zehntbeste seit Beginn der Beobachtungsreihe im Dezember 1972. Alles in allem ermutigen die aktuellen Befunde aufgrund bisheriger Erfahrung zur Annahme, daß die gewachsene Zuversicht längerfristig eine belebende Wirkung auf das Konsumverhalten der Österreicher haben wird.
 
In diesem Zusammenhang verdient Aufmerksamkeit, daß die Bevölkerung grundsätzlich nur recht zögernd zu einer positiven Einschätzung der Zukunft bereit ist. Der Rückblick auf das abgelaufene Jahr ist trotz der Schwierigkeiten und Ängste, die es gebracht haben mag, notorisch freundlicher als der Ausblick auf das neue. Diesmal erklärten 63 Prozent der Erwachsenen, daß die unmittelbar zurückliegende Periode für sie summa summarum ein zumindest "ziemlich gutes Jahr" gewesen ist. Lediglich 36 Prozent bezeichneten sich mit 2005 ausdrücklich unzufrieden. Freundliche Noten erteilen sowohl der Zukunft als auch der Vergangenheit in erster Linie Personen unter dem 30. Lebensjahr sowie Angehörige der höchsten Bildungsschicht (Maturanten und Akademiker). Überdurchschnittlich pessimistisch ist die Lagebeurteilung (insbesondere, was die Zukunft betrifft) vor allem in der Seniorengeneration.
 
Nicht zu übersehen ist ansonsten, daß die Österreicher ungeachtet der gestiegenen Zuversicht noch keineswegs ein Gefühl der Entwarnung vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten verspüren. Nur 14 Prozent von ihnen glauben, daß die Wirtschaftskrise bereits vorbei ist, 65 Prozent hingegen bestreiten dies. Immerhin glauben 46 Prozent der Bevölkerung, dass es ihnen besser geht, als der Mehrzahl der übrigen Westeuropäer; 31 Prozent stuften die Verhältnisse hier und dort als gleichrangig ein; nur 16 Prozent meinten, daß man in Österreich schlechter lebt als anderswo. Diese Zahlen haben im Hinblick auf das kommende Wahljahr auch für die politische Situationsdiagnose eine nicht zu unterschätzende Bedeutung, denn der unbewußte Vergleich des eigenen Landes mit der Außenwelt relativiert zwangsläufig auch die Regierungskritik und macht es der Opposition nicht ganz leicht, das Versprechen einer besseren Zukunft glaubhaft zu machen.
Quelle: Imas International; www.office@imas.at

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