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Editor's Pick


Die neuen Verbraucher-Strategien

Konsumveränderungen sind Ausdruck der Wandlungs-Sehnsüchte der Verbraucher. Daher ist die brisante Kaufzurückhaltung nicht allein Sparen, sondern vor allem ein Wandel von Zielen und Stilen des Konsums. Sie sollte Hersteller nicht in Lethargie verfallen lassen. Denn die qualitative Verschiebung der Kaufgewohnheiten bedeutet nicht das Ende der Lust zu kaufen.
 
Vier neue Verbraucher-Strategien demonstrieren den offenbar dringendsten Änderungsbedarf:
 
  • Zurück auf die Erde und Bodenhaftung gewinnen, Rückkehr zum Alltagsbezug des Kaufens löst abgehobene Marken-Lifestyle-Ausflüge ab. Notwendiges trennt sich von Überflüssigem.
  • Renaissance des Produktnutzens: Der "reine" Produktnutzen und der "wirkliche" Bedarf bieten ‚mehr Wert' als emotional aufgeladene Markenwelten.
  • Simplere Genüsse statt Überkultiviertheit - statt zur Pralinenschachtel zur Tafelschokolade greifen, um dem Überdruß an der Überkultiviertheit zu entkommen.
  • Trotz und kleine Revolten: Der Kleine Mann will sich nicht alle Butter vom Brot nehmen lassen, Not wird zur Tugend umgedeutet. ("Geiz ist geil").

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    Fazit: Markenhersteller sollten sich tunlichst bemühen, die Ursachen der Wandlungen ihrer Konsumenten in Erfahrung zu bringen und gezielt zu reagieren. Denn: Wer jetzt die Kurve nicht kriegt, fliegt raus.
    Quelle: ifm Wirkungen + Strategien, Köln; Dr. Christoph Melchers

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