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Discounter weiterhin stark

Die Discounter sind 2004 erneut die Gewinner im Kampf um die Kunden, während der klassische Lebensmitteleinzelhandel im Umsatz stagniert. Allerdings wird auch bei den Discountern der Wettbewerb härter und über neue Verkaufsstellen und Preise ausgetragen.
 
Die ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ein negatives Konsumklima sind nach wie vor zu spüren. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) inklusive Aldi und Drogeriemärkte verzeichnete daher bei einem Volumen von 132,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr nur stagnierende Umsatzentwicklungen. Insgesamt hat sich die Schließungsrate im LEH mit knapp vier Prozent fortgesetzt. Die Discounter inkl. Aldi konnten ihre großen Erfolge von 2002 und 2003 mit gedrosseltem Tempo fortsetzen, erzielten aber immerhin ein Umsatz-Plus von 2,3 Prozent. Mit der gestiegenen Anzahl der Verkaufsstellen nimmt allerdings der Wettbewerb unter den Discountern zu. Dies geht vor allem zu Lasten von Aldi, obwohl auch hier neue Fillialen eröffnet wurden, stagnierte der Umsatz.
 
Im letzten Jahr suchten bereits 92 Prozent der deutschen Haushalte mindestens einmal einen Discountmarkt auf, der nicht zu Aldi gehört, zwei Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Auch die durchschnittlichen Ausgaben je Haushalt kletterten dort um rund fünf Prozent auf 684 Euro. Mit aktuell 19,1 Prozent vergrößerten die Discounter (ohne Aldi) vor allem zu Lasten der Supermärkte ihren Anteil an den Gesamtausgaben der Verbraucher.
 
Dieses Verhalten spiegelt auch die Einstellungen der Verbraucher zum Konsum wider. Preisbewusstsein spielt weiterhin eine große Rolle. So werden Markenartikel bereits von zwei Dritteln der befragten Konsumenten als "stark überteuert" empfunden, vier Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Dass Markenartikel qualitativ besser sind als andere Produkte, glauben allerdings inzwischen wieder mehr Konsumenten.
Quelle: A. C. Nielsen GmbH, Stefan Gerhardt

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