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Diskriminierung in der EU weit verbreitet

Diskriminierung ist laut eines großen Teils der Europäer ein verbreitetes Problem in der EU. Besonders die Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft, einer Behinderung und der sexuellen Orientierung wird als vorhandenes Problem angesehen.
 
Dies geht aus der aktuellen Facts and Figures Eurobarometer Umfrage von TNS Opinion & Social für die Europäische Kommission hervor. Befragt wurden insgesamt 26.800 Bürger in den 25 EU-Mitgliedstaaten, den beiden Beitrittsländern (Bulgarien und Rumänien), den zwei Bewerberländern (Kroatien und Türkei) und der türkisch-zypriotischen Gemeinschaft. In Deutschland befragte TNS Infratest 1.570 Personen ab 15 Jahren in persönlichen Interviews (CAPI = Computer Assisted Personal Interview) nach ihrer Wahrnehmung von Diskriminierungen.
 
Von den sechs in dieser Umfrage untersuchten Diskriminierungsformen wird die Diskriminierung aus Gründen der ethnischen Herkunft als am weitesten verbreitet wahrgenommen. Fast ein Fünftel der Befragten hält diese Form der Diskriminierung im eigenen Land für sehr verbreitet (19 Prozent), weitere 45 Prozent für ziemlich verbreitet. Nur zwei Prozent der Befragten glauben, dass sie nicht existiert.
 
Beim Ausmaß der Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft, das die Menschen wahrnehmen, gibt es große Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Der erste Unterschied, der aus dieser Umfrage hervorsticht, besteht zwischen den früheren EU15- Ländern und den 10 neuen Mitgliedstaaten. In letzteren hat die Bevölkerung deutlich weniger das Gefühl, dass diese Diskriminierungsform verbreitet ist (42 Prozent gegenüber 68 Prozent in den EU15- Ländern). Die Länderergebnisse zeigen, dass die Ansicht, dass diese Form der Diskriminierung im eigenen Land verbreitet ist, am stärksten von den Schweden (85 Prozent), den Niederländern (83 Prozent), Franzosen (80 Prozent), Dänen (79 Prozent), Belgiern (78 Prozent) und Italienern (77 Prozent) vertreten wird. Umgekehrt teilen in Litauen (23 Prozent) und Lettland (29 Prozent) weniger als drei von zehn Befragten diese Meinung. In den beiden Beitrittsländern Rumänien und Bulgarien wird die Ansicht, dass Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft verbreitet ist, von rund vier von zehn Befragten vertreten.
 
Die Umfrage zeigt weiterhin deutlich, dass sich mit dem Alter der Befragten auch die Ansichten verändern. So meinen 58 Prozent der über 55-Jährigen, dass Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft verbreitet ist, im Vergleich zu 69 Prozent der jüngsten Befragten. Ein weiterer Faktor, der die Ansichten der Menschen zu beeinflussen scheint, ist, ob sie Freunde anderer ethnischer Herkunft haben oder nicht. Diejenigen, bei denen dies der Fall ist, haben mit viel größerer Wahrscheinlichkeit den Eindruck, dass Diskriminierung verbreitet ist (71 Prozent gegenüber 56 Prozent). Die Betreffenden neigen auch stärker zu dem Eindruck, dass diese Diskriminierung in den letzten fünf Jahren zugenommen hat (53 Prozent gegenüber 44 Prozent). Unter allen Befragten denken 49 Prozent, dass die Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft in den letzten fünf Jahren zugenommen hat und 42 Prozent denken, sie sei nun weniger verbreitet.
 
Quelle: TNS Infratest; www.tns-infratest.com

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