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Drahtseilakt am Gartenmarkt

Außerordentlich hohe Juni-Temperaturen lassen die Stimmungsschwankungen im "Grünen Markt" nicht abreißen. Noch ist ungewiss, ob das aktuelle Hitzewetter eine vom Frühjahr enttäuschte Branche zu neuer Blüte treiben kann - oder die jetzt schon zwei Jahre dauernde Dürreperiode gar noch verschlimmert. Im "Jahrhundertsommer" hatte sich gezeigt, dass eine allzu lange Hitzewelle viele Hobbygärtner nicht unbedingt ermuntert, schweißtreibend Beete und Rasenflächen zu beackern. Zwar hatte damals das Teilsegment Bewässerung Hochkonjunktur - doch im entscheidenden Bereich Gartengeräte samt seinem "Königsprodukt" Rasenmäher waren die Umsätze heftig eingebrochen. Sollten Witterungsextreme ausbleiben, könnte die Branche im zweiten Halbjahr wieder aufblühen. Bedarf dazu besteht genug. Die Grüne Branche ist bis Ende Mai sogar noch hinter das bereits im Vorjahr (minus 3,7 Prozent) aufgelaufene Erlösminus zurückgefallen. Die Branche ist vor allem über den normalerweise umsatzstarken Mai enttäuscht. Im Juni beginnt in vielen Teilbereichen des Gartenmarkts bereits das bis Herbst reichende Sommerloch.
 
Allgemein ist es schwierig, unter Druck stehende Erlöse durch überproportional gesteigerte Absatzzahlen aufzufangen. Die jahrelange Blütezeit im Segment Gartenbedarf hat den Markt gesättigt. Das aktuell heiße Wetter allerdings gibt Anlass zur Hoffnung, denn davon werden rasant wachsende Umsätze im größten Geschäftsfeld Bewässerung erwartet. Dennoch werden die Umsätze voraussichtlich allenfalls noch das Vorjahresniveau erreichen. Nachdem beispielsweise der Bereich Dünger und Erden "katastrophal" in die Saison gestartet ist, hat die Branche den März bestenfalls mit einem "blauen Auge" überstanden. Im "guten" April aufkeimende Hoffnungen auf eine Trendwende hat der "enttäuschende" Mai aber umgehend wieder zunichte gemacht. Die Branche setzt jetzt auf einen nicht allzu extremen Sommer - und auf die Chance, Verluste aus dem für das Gesamtjahr entscheidenden Frühjahr teilweise aufzuholen. 2004 freilich waren alle Hoffnungen auf ein wenn nicht goldenes, so doch leicht vergoldetes Herbstgeschäft herb enttäuscht worden.
Quelle: Lebensmittel Zeitung; www.lz-net.de

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